trive.me mit Fahren 4.0 auf der IAA – Vernetzung von Fahrzeug und Fahrer

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In der Halle „New Mobility World“ finden sich zahlreiche Konzepte die sich mit den Themen Connected Car, Automated Driving, E-Mobility, Urban Mobility und Mobility Services beschäftigen. So auch trive.me, eine Marke der EDAG Engineering GmbH, die das Fahren 4.0 an drei Beispielen aufzeigt und damit gar nicht fern von der Realität ist. 

Ein großes Problem stellt die Technologie im Fahrzeug dar und da möchte ich euch mit dem Navigationssystem gleich ein Paradebeispiel liefern. Heutzutage ist es ein Unding wenn Updates Jahr für Jahr zu hohen Preisen gekauft werden müssen und dann sogar noch eine CD benötigt wird. Es verwundert daher nur wenig, dass teilweise noch immer das Smartphone oder sonstiges externes Navi zum Einsatz kommt.

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Wir müssen es also schaffen in der Zukunft die Vernetzung von Fahrer, Fahrzeug und Umwelt zu ermöglichen. Man möchte als Fahrzeugnutzer nicht aus dem Hause gehen, ins Auto steigen und damit auf einen Großteil der Features verzichten bzw. dann eingeschränkt agieren können. Genau hier setzt trive.me an und zeigt auf der IAA aktuell drei interessante Lösungsbereiche.

trive.hotspot – überall und jederzeit auf einen mobilen Hotspot zugreifen können

Eines der einfachsten Ideen und Lösungen ist da sicherlich trive.hotspot, womit jederzeit und überall ein mobiler Hotspot zur Verfügung stehen könnte. Ganz besonders bezieht sich dies auf Fahrzeuge im Carsharing. Schon heute können wir Autos über eine App reservieren und Bezahlungen durchführen.

Warum also nicht auch einen Hotspot genau dort einführen, der es mir ermöglicht unterwegs arbeiten zu können. Das eigene Datenvolumen möchten wir ungerne unterwegs regelrecht „verbraten“ und wenn es da nur um unsere Playlist bei Spotify geht. Als Service könnte daher der mobile Hotspot im Carsharing ein Pluspunkt für die Wahl des Anbieters gelten, der genau dies anbieten kann.

Parkplatzsuche soll mit trive.park einfacher und smarter werden

Die Parkplatzsuche vor allem im Parkhaus erweist sich häufig als kleine Qual. Sie könnte einfacher und vor allem smarter sein. Mobilität kann sich schon an solchen kleinen Dingen ändern und sollte es. Dieser Dienst trive.park von trive.me soll einparken entspannter machen. Vorab kann ein Parkplatz reserviert werden und der Kunde sucht einen für sich zugeschnittenen Parkplatz. Egal ob Mutter mit Kind, Elektrofahrzeug mit Ladestation, SUV mit entsprechender Höhe oder ein einfacher Frauenparkplatz.

Ist der richtige Parkplatz ausgewählt und reserviert, wird der Kunde direkt über die Indoor-Navigation zum Ziel geführt. Alternativ könnte der Fahrer wieder zu seinem Fahrzeug über die Navigation gelotst werden. Bezahlung am Parkautomaten könnte der Vergangenheit angehören, denn die Bezahlung findet digital beispielsweise über PayPal statt. Eine Technologie die der Realität entspricht und ich begrüßen würde und zwar flächendeckend.

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Es geht aber noch weiter, denn erst durch solche Dienste können Parkhaus- und Parkplatzbetreiber ihre Parkflächen noch besser auf die Nutzerbedürfnisse anpassen. Bisher kennen sie zwar die Menge an Fahrzeugen die täglich die Parkflächen benutzen, nicht aber deren genaueren Profile. Nimmt die Anzahl an Elektrofahrzeugen zu, so könnten mehr Plätze mit Ladestationen zum Angebot stehen. Finden mehr Mütter mit Kindern den Weg dorthin, könnten mehr Parkflächen für sie ermöglicht werden.

Funktionsumfang des Fahrzeugs individuell zukaufen oder abonnieren

Einer der besonderen Highlights als zukünftige Idee finde ich trive.account, denn hierbei wird der Funktionsumfang des Fahrzeugs individuell via zukaufen oder abonnieren erweitert. Ob es um Fahrerassistenzsysteme, Leistungsoptimierungen des Fahrzeugs oder sonstige Features können bequem über ein Abo für einen bestimmten Zeitraum gemietet oder vollständig zugekauft werden. Damit könnten Hersteller eine neue Art der Kundebindung erhalten.

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Updates „over the air“ sind zum Beispiel bei Tesla integriert. Somit werden neue Funktionen freigeschaltet. Ein Fahrzeug könnte somit bereits die entsprechende Hardware besitzen und der Kunde entscheidet darüber ob er bereit ist für die Funktion dauerhaft zu bezahlen oder sie für einen bestimmten Zeitraum zu testen bzw. zu abonnieren. Die mit dem Account gekauften Features könnten so zum Teil bereits in ein neues Modell migriert werden, womit der Kunde an die Marke gebunden sein könnte.

In der oben verlinkten Seite wird direkt ein Beispiel genannt, welches aufzeigt was trive.account ist und wozu es sich nutzen lässt.

Was hat dies mit Elektromobilität zu tun?

Die Elektromobilität sorgt u.a. auch dafür, dass die Technologie in aktuellen Verbrennermodellen weiterhin zunimmt und nicht zuletzt auch das autonome Fahren fördert. Induktives Laden im Parkhaus wobei das Fahrzeug automatisch auf die richtige Parkfläche völlig autonom gelotst wird und sobald es geladen wurde sich autonom auf einen anderen freien Parkplatz bewegt und somit Platz für das nächste Elektroauto macht.

Im März habe ich ausführlich über das Leichtbaukonzept EDAG Light Cocoon berichtet, welches ihr ebenfalls fertiggestellt betrachten könnt. Ein Auto welches via 3D-Druckverfahren hergestellt wurde und in Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird. Noch habt ihr die Chance auf der IAA einmal die EDAG und das obige Leichtbaukonzept sowie trive.me in der Halle „New Mobility World“ kennenzulernen.

Über DanielB 1348 Artikel
Fasziniert von der Elektromobilität und alternativen Antriebstechnologien, gelernter Elektroniker, Journalist und Blogger, liebt die Technologie im Fahrzeug (Vernetzung, Infotainment). Mehr über mich danielboe.de

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