Meinungen zu Verzicht de Gehalts von Solarworld-Chef

Der Chef von Solarworld Frank Asbeck hat sich zu einer eher ungewöhnlichen Form der Einsparung entschieden. Dabei wird dieser solange auf sein Gehalt, seinen Bonus und Dividendenanteil verzichten, bis das Unternehmen wieder Gewinne schreibt. Ein sicherlich sehr guter Schritt und damit steht er auch nicht alleine da. Auch Steve Jobs griff damals zu einer ähnlichen Methode.

Im Grunde ist es ein Tropfen auf den heißen Stein, aber wir wollten einmal wissen, wie andere Blogger und Portalbetreiber dazu stehen und wie ihre ganz eigene Meinung ist: 

Michael Ziegler – photovoltaik-guide.de

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Das Asbeck auf sein Gehalt, seine Dividende und auch auf seinen Bonus verzichtet, bis die SolarWorld AG wieder die Gewinnzone erreicht, ist ein großer Vertrauensbeweis in das eigene Unternehmen. Zudem beweist er Loyalität und Solidarität gegenüber seinen Mitarbeitern. Aber Asbeck wäre nicht Asbeck, wenn er diesen Verzicht nicht auch marketingtechnisch ausschlachten würde. Nüchtern betrachtet ist der Verzicht des Einkommen nichts in Relation zum Konzernumsatz (1,066 Milliarden Euro) und zum Negativen EBIT (233 Mio. Euro) im vergangenen Jahr. Dennoch begrüße ich persönlich diese vorbildliche Entscheidung von Frank Asbeck.[/box]

Cornelia Daniel – dachgold.eu

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Auch wenn diese Maßnahme für das Unternehmen gesamt gesehen vermutlich nur wenig ausmachen wird, ist es symbolisch unglaublich wichtig auch als Führungskraft zurück zustecken. Leider wird ersteres sehr oft vorgeschoben, wenn es um Kürzungen von Manager und Politikergehälter geht. [/box]

Andreas Kühl – energynet.de

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Mein erster Gedanke, als ich vom Gehaltsverzicht von Frank Asbeck zur Rettung seines Unternehmens, der Solarworld AG, gelesen habe, war prima, dass endlich mal jemand diesen Schritt geht und auch die Unternehmensleitung ihren Beitrag zur Rettung des Unternehmens leistet. Beim weiteren Nachdenken bin ich aber zu dem Schluss gekommen, dass dieser Schritt mehr symbolisch ist und das Unternehmen nicht alleine retten wird. Dennoch ist der Schritt wichtig, da sonst nur die Angestellten ihren Beitrag leisten müssen. Dieser symbolische Schritt passt auch gut zum sonstigen Auftreten von Herrn Asbeck, der gerne viel Ausehen erregt.[/box]

Robert Doelling, www.energie-experten.org

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Ein Gehaltsverzicht in einer Unternehmenskrise ist ein starkes Symbol. Es solidarisiert die Belegschaft mit der Unternehmensführung in einer Phase, in der Spitzengehälter schell zum Gegenstand argwöhnischer Diskussionen werden können. Doch was passiert dann? Der Gehaltsverzicht von Frank Asbeck wird nur solange glaubhaft sein, wie auch die danach folgenden Unternehmensentscheidungen zur Überwindung der Krise ebenfalls den Chef mit einbeziehen und das Unternehmen als Summe aller Arbeitsbeiträge im Vordergrund steht. Wird dies nicht berücksichtigt, so wird Frank Asbecks Verzicht nur vorübergehende Linderung schaffen.[/box]

Im Grunde treffen viele der Meinungen auf einen Nenner und so ähnlich sehe ich es auch. Es ist eine sehr nette Geste, aber am Ende wird dies nicht entscheidend sein. Wir haben die Nachrichten rund um Solarworld in den letzten Tage verfolgt und es sieht gar nicht so schlecht aus um das Unternehmen. Uns würde dabei interessieren, wie ihr diesen Schritt seht?

26. Juli 2012  |  DanielB

1 Kommentar

  1. Natürlich ist diese Entscheidung auf Gehalt, Dividende und Bonus zu verzichten, „nur“ ein symbolischer Akt. Medien wirksam und kalt kalkuliert. Eben oberes Top-Management.
    Wenn man aber den Unternehmer Frank Asbeck und seine Frau ein wenig recherchiert, wird in wenigen Googleclicks die nüchterne Wahrheit erfahren.
    Durch die verschiedenartigen Unternehmungen des Herrn Asbeck (Ing.-büro, Immobilien, Eiffelstrom, Solarparc), wo er selbstverständlich überall als GF bzw VV fungiert, zahlt er sich eben auf diese Weise seine Gehälter, die er zum „Leben“ braucht.
    Als zweites muß seine Frau erwähnt werden, welche im Jahr 2011 aus dem Vorstand der Solarparc (ab dem Zeitpunkt 100%ige Tochter von Solarworld) ausgeschieden ist. Man zahlte sich zum Abschied eine üppige Abfindung (siehe Jahresbericht 2011).
    Also Bitte, meine Herren und Damen. Wischt euch die Tränen weg und seht der Realität in´s Gesicht. Auch wenn der Gehaltsscheck der Solarworld auf 0,00 Euro geschrieben wird, kommt das Geld woanders her. Es ist eben „nur“ ein symbolischer Akt, und als solches sollte er angesehen werden.
    Trotz alle dem ist das Verhalten von Herrn Asbeck lobenswert. In unserer deutschen Mißwirtschaft laufen genug Manager umher, welche sich dicke Bonis und Vergütungen einstecken. Gleichzeitig läuft ihre Bude gegen den Baum und sie müssen tausende Leute entlassen. Wenn es ganz dick kommt, sind es Unternehmen, wo der Bund zu mind. 75% beteiligt ist und eine Mitschuld am Desaster trägt.

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