Starke Giftstoffbelastung in Ghana durch Elektroschrott

Elektroschrott und Giftstoffbelastung
Elektroschrott und Giftstoffbelastung

Elektroschrott enthält grundsätzlich eine Vielzahl an hochgiftigen Substanzen, wie beispielsweise Chrom und Blei, welche für die Umwelt und hierdurch auch für den Menschen eine ernst zu nehmende Gefahr darstellen. Leider werden vor allem in die verschiedenen Entwicklungsländer, wie beispielsweise nach Ghana, nach wie vor große Mengen an Elektroschrott importiert, was in vielen Fällen auf illegalen Wegen geschieht.

Die Elektroschrott-Deponie Agbogbloshie in der Nähe der Hauptstadt Ghanas hat bereits vor einigen Jahren immer wieder für Schlagzeilen gesorgt, da sich in direkter Nähe dieser Deponie ungemein hohe Werte bezüglich der Giftstoffbelastung messen lassen. Auch kürzlich hat Greenpeace wieder Alarm geschlagen, da die Umweltschutzorganisation festgestellt hat, dass ein Fußballfeld und ein Marktgelände in der Nähe dieser Deponie eine sehr hohe Giftstoffkonzentration aufweisen. Diese Giftstoffbelastung stellt natürlich für die Einwohner der ghanaischen Hauptstadt Accra ein sehr hohes Gesundheitsrisiko dar.

Ferner arbeiten auf dieser Deponie unzählige Menschen, welche den Elektroschrott mit bloßen Händen nach Edelmetallen und Stahl durchsuchen. Unter diesen Arbeitern finden sich auch ungemein viele Kinder, die sich durch den direkten Kontakt mit den Giftstoffen im Elektroschrott ernsthafte Vergiftungen einfangen können. In vielen Fällen gelangt dieser belastete Elektroschrott nach wie vor auf nicht nachvollziehbaren, illegalen Wegen aus den verschiedenen Industrieländern nach Ghana. Eine Studie aus dem Jahr 2010 hat ergeben, dass diese illegalen Transporte des Elektroschrotts bisher in keinster Weise eingedämmt werden konnten.

Doch nicht nur die Importeure des Elektroschrotts stehen aufgrund der hohen Giftstoffbelastung der ausrangierten Elektrogeräte unter einer sehr starken Kritik, sondern auch die Hersteller der verschiedenen Geräte, allen voran die großen IT-Hersteller, wie Dell, Arcer und HP. Dieser Umstand begründet sich aus der traurigen Tatsache, dass die IT-Giganten es bis heute verpasst haben, bei der Produktion ihrer Geräte auf den gefährlichen Stoff PVC und auf die verschiedenen bromierten Flammschutzmittel zu verzichten, durch deren Verbrennung für den Menschen hochgiftige Dioxine freigesetzt werden.

Quelle: heise.de
Bild: flickr / Sterneck
5. November 2011  |  DanielB

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