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Erste Ausfahrt im Nissan Leaf (2018)

Erste Ausfahrt im Nissan Leaf (2018)

10. Februar 2018

Ohne auch nur eine einzige Probefahrt absolviert zu haben, liegen alleine in Europa für den neuen Nissan Leaf über 13.000 Vorbestellungen vor. Die zweite Generation des meistverkauften Elektroautos konnte ich vor wenigen Tagen auf den Kanaren testen. 

Die erste Überraschung: Normalerweise sind wir es gewöhnt bei Fahrveranstaltungen möglichst effiziente Routen mit einem Stromer zu fahren. Nicht aber so auf Teneriffa. Im Fokus standen die neuen Assistenzsystem und der leistungsstärkere Antrieb.

Endlich erhielt der Nissan Leaf ein deutlich gefälligeres Design. Leaf-Fahrer der ersten Stunde haben sich bekanntlich regelrecht in das auffällige Design verliebt. Jetzt möchten die Japaner jedoch neue Käufer erreichen. Und: Es soll deutlich werden, dass ein Elektroauto sich nicht mehr von konventionellen Fahrzeugen abheben muss.

Den vollständigen Testbericht auf electrive.net lesen

Schauen wir uns einmal die inneren Werte des neuen Leaf an: Neben dem neuen E-Motor gibt es auch eine größere Batterie. So hat die Leistung der E-Maschine von 80 auf 110 kW zugelegt. Das Drehmoment stieg von 254 Nm auf nun maximal 320 Nm. Genauso groß wie bereits die alte Batterie, verfügt der neue Speicher über eine Kapazität von 40 kWh (brutto). Wie bei der Vorgänger-Batterie sind wieder 192 Zellen verbaut, doch neben dem besseren Packaging ist vor allem die veränderte Zellchemie der Grund für die höhere Reichweite. Einige Details zu den Spezifikationen der Zellen führt PushEVs auf. Leider muss jedoch weiterhin auf ein Thermomanagement verzichtet werden. Eine Notwendigkeit sahen die Japaner nach eigener Aussage dafür nicht. Ebenso gibt es keine passive Kühlung/Heizung wie beim neuen e-NV200.

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Dafür ist serienmäßig nun zumindest bei den drei höheren Ausstattungslinien der 6,6 kW starke AC-Lader an Bord. Die kleinste Variante dagegen muss sich mit dem 3,3-kW-Lader begnügen. Und endlich nutzt Nissan zumindest beim Leaf dafür den Typ-2-Anschluss. Anders ist es beim DC-Ladevorgang. Hier wird weiterhin auf CHAdeMO gesetzt. Was freilich nicht zuletzt auch an der V2G-Funktionalität liegt. Bis zu 50 kW beträgt die Ladeleistung. Noch kurz zur Reichweite: Die gibt Nissan im NEFZ mit 378 Kilometer und im WLTP mit bis zu 285 Kilometer an.

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Zwischen 19,4 und 20,6 kWh auf 100 Kilometer soll der Verbrauch im WLTP-Zyklus liegen. Auf unserer 163,2 Kilometer langen Strecke, welche über Autobahnen, durch eine Staadt und einige Serpentinen hinauf und hinab führte, zeigt der Bordcomputer einen Verbrauch von 16,4 kWh auf 100 Kilometer an. Gut, die niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit von 44 km/h ist kein wirklicher Maßstab. Auch waren die besonders milden Temperaturen und auch das Klima sehr EV-freundlich. Bei den Verbrauchswerten kann sich jedoch am Vorgänger orientiert werden.

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Im Innenraum fühlen wir uns schnell an den alten Japaner erinnert. Der niedliche Schaltknauf in der Mitte, mit dem ein schneller Wechsel zwischen dem Fahr- und dem Rekuperationsmodus möglich ist, ist noch am alten Platz. Auch die Bedienelemente der Klima-Automatik sind weitgehend identisch. Dennoch wirkt das Interieur zumindest ein bisschen frischer und hochwertiger. Dennoch wirkt das Interieur zumindest ein bisschen frischer und hochwertiger. Dafür sorgen das überarbeitete Lenkrad, ein neues Infotainmentsystem (NissanConnect EV) und die digitale 7-Zoll-Instrumententafel.

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Weshalb zusätzlich eine analoge Geschwindigkeitsanzeige verbaut wurde, blieb uns ein Rätsel. Nissan bietet zudem weiterhin eine passende App (NissanConnect EV) an, über die der Ladezustand abgefragt oder der Ladevorgang gestartet werden kann. Statt die Klimasteuerung nur zu aktivieren bzw. deaktivieren, kann nun auch die genaue Temperatur eingegeben werden. Zudem erhält der Nutzer Informationen zu seinen Routen. Wie zurückgelegte Strecke, Verbrauch oder die Fahrtzeit.

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Auch die neuen Assistenzsystem für eine „teilautonome Fahrt“ sind endlich in den Leaf eingezogen. Dank ProPilot kann das Elektroauto im Autobahnverkehr die Steuerung von Lenkung, Gaspedal und Bremsen übernehmen. Die Assistenzsystem konnten bei der ersten Ausfahrt – vor allem was den Spurhalteassistent angeht – überzeugen. Mit dem ProPilot Park kann der Leaf nun auch selbstständig einparken. Eine detaillierte Erklärung zu den Funktionen liefert das nachfolgende Video:

Die Preise für die zweite Generation des Nissan Leaf starten bei 31.950 Euro (brutto), wovon freilich noch der Umweltbonus abgezogen werden kann. Angeboten wird der Leaf in vier Ausstattungsvarianten. Eine Batteriemiete gibt es nicht mehr, der Speicher ist jetzt im Preis enthalten.

Alles in allem hat der neue Leaf auf mich einen soliden Eindruck gemacht. Für mehr Fahrkomfort und Sicherheit sorgen die neuen Assistenten, die größere Batterie lässt auch weitere Strecken zu oder sorgt im Alltag für weniger häufiges Laden. Gut, mit dem CHAdeMO-Anschluss kommt man in Europa zwar auch weiterhin zurecht. Doch der CCS-Standard wird deutlich mehr ausgebaut. Der Leaf bleibt weiterhin ein empfehlenswertes Fahrzeug. Diese Aussage kann ich durchaus treffen, wie es schon bei der japanischen und europäischen Version der ersten Generation mit dem kleineren Akku war. Auch, nachdem der Leaf in 2015 einen 30 kWh großen Akku erhielt.

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