Details zum Nissan LEAF 2016 – erster Eindruck, Preise und Ausstattungen

Nissan LEAF 2016 - Elektroauto

Schon auf der IAA in Frankfurt bestätigte Nissan den neuen Nissan LEAF und gab erste Details bekannt. Jetzt gibt es genauere Details zum neuen Elektroauto mit der 30 kWh großen Batterie, Preisen inklusive Ausstattungslinien und Neuerungen zu NissanConnect EV, bekannt als Carwings. 

Ein Reichweitenplus von 26 Prozent nennt der japanische Hersteller und startet den neuen LEAF (Modelljahr 2016) mit einer 30 kWh großen Batterie aus. Dabei blieb die Größe gleich und lediglich um 21 Kilogramm nahm diese zu. Laut NEFZ sollen somit bis zu 250 km möglich sein. Vorher lag dieser Wert bei 199 km. Doch der Kunde kann zwischen der Variante mit 24 kWh und 30 kWh wählen, was sich nicht nur im Preis bemerkbar macht.

Zu den weiteren technischen Angaben sei gesagt, dass beide Varianten den Sprint von 0 auf 100 km/h in 11,5 Sekunden schaffen. Vergessen darf man dabei aber nicht, dass das Drehmoment von 254 Nm von Beginn an zur Verfügung steht. Der Elektromotor bringt 80 kW (109 PS) und sitzt an der Vorderachse während die Batterie im Unterboden verstaut wurde. Aufgeladen wenn können bei Versionen über Typ 1 mit bis zu 3,6 kW (optional 6,6 kW) und optional bei 24 kWh-Version bzw. bei der 30 kWh-Version bereits inbegriffen mit bis zu 50 kW über CHAdeMO.

Änderungen am Aufbau und chemischen Eigenschaften sorgt für Reichweitengewinn

„Die neue 30-kWh-Batterie liefert die zusätzliche Reichweite, ohne dabei die Raum- und Platzverhältnisse im Innen- und Kofferraum des Fahrzeugs auch nur im Geringsten zu schmälern. Die Leistungssteigerung erzielte Nissan durch Änderungen am inneren Aufbau und an den chemischen Eigenschaften. Dazu zählen Elektroden aus Kohlenstoff, Stickstoff und Magnesium ebenso wie Modifikationen am Zellen-Layout.

Nissan ist von der Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der neuen 30-kWh-Batterie so überzeugt, dass das Unternehmen auf die Batterie eine Garantie von acht Jahren beziehungsweise 160.000 Kilometer Laufleistung gewährt. Und sichert zu, dass der Energiespeicher über den festgelegten Zeitraum mindestens Dreiviertel seiner Gesamtkapazität behält. Eine optische Kontrolle des Speichermediums ist jederzeit über die Batteriekapazitätsanzeige im Instrumentenbrett möglich – hier müssen bei voller Ladung immer mindestens neun von den zwölf Balken der Ladeanzeige sichtbar sein.“, laut Pressemitteilung von Nissan. Die Batterie wird im gleichen Werk hergestellt wie auch die mit 24 kWh an Kapazität. Wie die Batterie für das Elektroauto hergestellt wird, könnt ihr in dem Beitrag „Wie entsteht ein Akku für Elektroautos?“ nachlesen.

Rekuperation ,Aufladen über Typ 1 oder CHAdeMO und Vehicle2Grid

Energie kann während des Bremsvorgangs zurückgewonnen (Rekuperation) werden und dabei gibt es bei dem neuen Modell eine Neuerung. Während bisher erst ab 7 km/h rekuperiert wurde, startet dieser Vorgang jetzt bereits ab 3 km/h. Die Fahrmodi bleiben gleich und somit kann der Fahrer ab Ausstattungslinie Acenta im Fahrprogramm „B“ mit einer stärkeren Rekuperation arbeiten und mit dem „Eco“-Knopf wird die Motorleistung reduziert und der Energiebedarf der Verbraucher reduziert womit am Ende eine etwas höhere Reichweite zur Verfügung steht.

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In allen drei Ausstattungslinien steht der Typ 1-Ladeanschluss mit bis zu 3,6 kW serienmäßig zur Verfügung. Optional kann dieser Anschluss auf eine Ladeleistung von bis zu 6,6 kW erhöht werden, kostet allerdings 1.047 Euro brutto zusätzlich. Die Aufladedauer bei 3,6 kW dauert zwischen 6,5 und 10 Stunden. Je nachdem ob ihr die 24 kWh- oder 30 kWh-Variante wählt sowie eine Wallbox nutzt oder über das Ladekabel für die Haushaltssteckdose nutzt. Serienmäßig liegt ein Ladekabel bei, mit dem ihr an den Typ 2-Ladesäulen laden könnt.

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Für die Schnellladung steht euch CHAdeMO serienmäßig zur Verfügung, auch wenn nur in den Ausstattungslinien „Acenta“ und „Tekna“. Lediglich bei der kleinsten Variante „Visia“ kostet dieser optional 490 Euro brutto extra. Innerhalb von 30 Minuten ist dieser auf 80 Prozent aufgeladen und dies betrifft auch den Nissan LEAF mit der größeren Batterie.

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Vehicle2Grid ist ein ganz großes Thema und so kann bereits der LEAF aus der 2. Generation schon entsprechend mit dieser Funktion glänzen. Kein Wunder also, dass diese Funktion auch in der neuen Generation zur Verfügung steht.

Carwings überarbeitet und heißt jetzt NissanConnect EV

Nissan hat Carwings überarbeitet und hört jetzt auf den Namen NissanConnect EV. Dabei gab es einige Änderungen und diese zeigen sich nicht zuletzt nur in der neuen Optik. Das neue NissanConnect EV steht in den beiden Ausstattungslinien „Acenta“ und Tekna“ mit einem 7 Zoll-Touchscreendisplay bereit. Darin inbegriffen ist ganz neu digitales Autoradio (DAB) und die passende App zur Steuerung des Ladevorgangs und der Klimaanlage. In der kleineren Version „Visia“ gibt es das 5,8 Zoll-Touchscreendisplay allerdings nicht der Zugriff auf das Fahrzeug über die App.

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Das Elektroauto ist via Telematikeinheit mit dem Nissan Carwings Data Center verbunden. So lässt sich über die App am Smartphone oder Browser am PC der Ladezustand abfragen, den Ladevorgang starten und die Klimaanlage einstellen. Ebenfalls erhält der Fahrer Informationen zu den nächstgelegenen Ladestationen. Über die Send-to-Car-Funktion von Google und Google Maps können die Routen vorher geplant werden und anschließend einfach zum Auto geschickt werden.

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Im neuen Modelljahr 2016 gibt es ein komplett neues Design und das System arbeitet auf den ersten Blick etwas schneller und ließ sich präziser bedienen. Ganz neu ist die Abfrage nach dem Status der Ladestation und somit ob diese frei oder belegt ist. Allerdings sei dazu gesagt, dass es nur die Ladestationen betrifft auf die Nissan auch Zugriff hat. Somit dürften sich diese in Grenzen halten. Das Navigationssystem wurde überarbeitet und zudem gibt es in der 30 kWh-Variante eine „Find My Car“-Funktion.

Preise der Ausstattungslinien – Batteriemiete oder -kauf

Drei Ausstattungslinien gibt es vom Nissan LEAF von denen die zwei größeren optional mit der 24 kWh oder 30 kWh großen Batterie gewählt werden können. Mit „Visia“ gibt es die kleinste Variante für 23.060 Euro (brutto) mit Batteriemiete oder 28.960 Euro (brutto) mit Batteriekauf. Die nächsthöhere Variante ist „Acenta“ und kostet mit 24 kWh und Batteriemiete 26.060 Euro (brutto) bzw. mit Batteriekauf 31.960 Euro (brutto). Wollt ihr die 30 kWh haben, so sind es 28.060 Euro (brutto) mit Batteriemiete oder mit Batteriekauf für 33.960 Euro (brutto). Die höchste Variante ist „Tekna“ und kostet mit Batteriemiete und 24 kWh ganze 28.460 Euro (brutto) oder Batteriekauf dann 34.360 Euro (brutto). Mit 30 kWh und Batteriemiete dann 30.460 Euro bzw. mit Batteriekauf dann 36.360 Euro (brutto).

Bei der Batteriemiete wählt ihr zwischen der Laufleistung in km pro Jahr sowie der Laufzeit. Wenn euch also 12.500 km im Jahr reichen und ihr das Fahrzeug mindestens 36 Monate behaltet, zahlt ihr 79 Euro im Monat. Bei mir währen es mindestens 20.000 km und eher 25.000 km und somit würde ich bei 122 Euro im Monat liegen.

Immerhin gibt der japanische Hersteller auf die 30 kWh-Batterie eine Garantie von ganzen 8 Jahren oder bis 160.000 km Laufleistung.

Kann die Batterie aus dem neuen Nissan LEAF (2016) auch in den älteren Modellen eingesetzt werden bzw. können diese ein Upgrade erhalten? Dieser Frage bin ich nachgegangen und habe alle Details dazu in diesem Beitrag zusammengefasst.

Über DanielB 1352 Artikel
Fasziniert von der Elektromobilität und alternativen Antriebstechnologien, gelernter Elektroniker, Journalist und Blogger, liebt die Technologie im Fahrzeug (Vernetzung, Infotainment). Mehr über mich danielboe.de

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