Warum ich mir kein Auto mehr kaufen würde

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Die Mobilität verändert sich, die Denkweise verändert sich, unser Leben verändert sich und man selbst verändert sich. Doch welche Auswirkungen hat dies auf den Besitz eines eigenen Autos? Warum möchte man sich keines mehr kaufen?

In einer Artikelserie hier im Blog habe ich bereits ausführlich beleuchtet wie ich zur Elektromobilität gekommen bin, warum ich bisher noch kein eigenes Elektroauto fahre und ob ich mir als nächstes eines kaufen würde.

Aus Gründen besitze ich keinen Verbrenner mehr und dachte ich anfangs es würde ohne eigenes Auto kaum im ländlichen Raum gehen, so musste man eines Besseren belehrt werden. Denn in unserem Ort mit knapp unter 10.000 Einwohnern sind die Geschäfte keine 5 Minuten Fußweg entfernt, der Bahnhof mit IC-Anbindung in Richtung Kassel und Frankfurt nur 7 Minuten Fußweg entfernt und auch die Arbeitsstätte kann, wenn auch mit deutlich mehr Zeit, mit dem Zug und Bus erreicht werden.

Kosten des eigenen Pkw sind zu hoch

Bisher fuhr ich einen SEAT Ibiza ST und über 6 Jahre waren hier rund 175 Euro fällig, damit das Auto vollständig abbezahlt ist. Hinzu kommen noch Versicherung und Steuern. Das Auto ist allerdings bis dahin noch keinen einzigen Meter gefahren. Zum Vergleich kostet mich eine Monatskarte nach Marburg nur 179 Euro, mit der ich dann so oft ich möchte hin- und zurückfahren kann. Gut, den Punkt Flexibilität habe ich an dieser Stelle nicht berücksichtigt.

Warum? Ganz einfach, denn längere Strecken lege ich mittlerweile so oft es geht mit der Bahn zurück, die BahnCard 25 macht sich bezahlt und zusätzlich stehen mit den vielen Mitfahrzentralen sowie Fernbussen weitere Möglichkeiten im Raum. Man kann sich arrangieren, wenn man möchte.

Kurzzeitleasing oder Langzeitmiete?

Gerade stehe ich vor der Frage ob vielleicht ein Kurzzeitleasing für bis zu 2 Jahre interessant sein könnte oder aber eine Langzeitmiete. Hierbei würde nur ein Elektroauto in Frage kommen. Ein Kauf ist ausgeschlossen und möchte ich nicht. Viel eher wäre hier ein Kurzzeitleasing oder aber eine Langzeitmiete interessant, wo bereits alles Inklusive ist, ich aber das Fahrzeug nicht länger wie 2 Jahre fahre und dann wechseln kann.

Doch auch hier gilt es Preise zu vergleichen und zu schauen wie es sich rechnet. Zudem würde ich gerne das Fahrzeug dann weitergeben können, wenn ich es selber nicht brauche und es wieder einige Tage nur vor der Tür steht. Dies dürfte sich allerdings als sehr schwierig herausstellen. Momentan warte ich noch auf die passenden Angebote, aber schon bald dürfte es soweit sein und ein Elektroauto über eine der beiden Methoden vor der Tür stehen.

Wie das alte Auto loswerden?

Es gibt hierfür etliche Möglichkeiten wie Auktionsplattformen, Kleinanzeigenmärkte online wie offline oder aber Portale im Netz wie u.a. Jetztautoverkaufen.de oder wie sie alle heißen. Erst kürzlich habe ich dazu eine Reportage im TV gesehen wo genau diese Variante überprüft wurden. Euer Auto wird bei den Onlineportalen zu einem Ansprechpartner in euer Nähe gefahren und ihr lasst es dort zu einem letzten Check bewerten. Oftmals gibt es ein neues Angebot. Vielleicht habt ihr Glück und der Preis sagt euch zu.

Ich jedenfalls bin den SEAT losgeworden über den Händler und ehrlich gesagt, auch wenn es nicht immer so mit dem Fahrzeug lief wie gedacht, auch ein wenig froh darüber. Denn über so einen langen Zeitraum gesehen würde ich heute kein Fahrzeug mehr finanzieren wollen.

Ihr merkt also schon, dass ihr bisher nur einen groben Überblick bekommen habt weshalb ich mir kein Auto mehr kaufen würde. Ich bin gerne bereit in weiteren Beiträgen dieses Thema ausführlicher zu beleuchten.

Über DanielB 1350 Artikel
Fasziniert von der Elektromobilität und alternativen Antriebstechnologien, gelernter Elektroniker, Journalist und Blogger, liebt die Technologie im Fahrzeug (Vernetzung, Infotainment). Mehr über mich danielboe.de

2 Kommentare

  1. Ich wohne in Zürich und als ich kein Auto mehr für die Arbeit brauchte, habe ich es verkauft und dafür ein Generalabo gekauft. Ich war auch ein Jahr bei Mobility Mitglied, da ich aber so wenig ein Auto brauchte, dass es sich nicht lohnte kündigte ich die Mitgliedschaft. Mobility machte mir das Angebot dabei zu bleiben ohne Mitgliedschaft, ich musste eifach pro Stunde etwas mehr bezahlen.

    Warum gibt es so etwas nicht in Deutschland? Haben Sie schon einmal etwas über Mobility in der Schweiz auf Ihrem Blog berichtet? Gruss aus Zürich

    • Hallo Werner, hört sich sehr interessant an und müsste ich mir mal genauer anschauen. Erinnert mich alles allerdings etwas an Carsharing ähnlich wie DriveNow. Auch dort kann ich pro Stunde bezahlen etc.

      Ein Problem daran ist, dass der Ausbau teilweise nur in den großen Städten wirklich halbwegs vernünftig ist und die ländlichen Räume davon überhaupt nicht profitieren.

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