Autotausch gelingt und findet neue Elektroautofahrer

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Die Aktion „Autotausch“ von Nissan wird bereits seit wenigen Monaten durchgeführt. Dabei können Besitzer eines Verbrenners verschiedener Kategorien diesen vier Wochen gegen einen Nissan LEAF tauschen und sich somit von der Elektromobilität begeistern lassen bzw. diese im Alltag testen. 

Ob es nun Pendler, Sportwagenfahrer oder Besitzer eines SUVs sind spielt bei dieser Aktion keine Rolle. Monat für Monat ist eine neue Kategorie dran und soll die Alltagstauglichkeit zeigen und für die Elektromobilität begeistern. Elektromobilität erfahren ist da Zauberwort und predige ich schon einige Zeit. Zwei kenne ich bereits, die durch solche Aktionen sich als nächstes ein Elektroauto wohl anschaffen werden.

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Immer mehr steigen auf diesen Zug auf und erkennen wie wichtig dies ist. Elektromobilität kann nicht nur durch Erzählungen schmackhaft gemacht werden und nicht jeder ist bereit kompromisslos umzusteigen bzw. nicht für jeden eignet sich Elektromobilität zum jetzigen Zeitpunkt und dies sollte man akzeptieren.

Doch es zeigt sich, dass erst durch praktische Erfahrungen – bitte länger wie ein paar Stunden – viele erkennen, dass ein Elektroauto genau das richtige Fortbewegungsmittel ist. Egal ob nun als Zweitwagen, für den Pendler oder im Gewerbe. Gleichzeitig müssen bei diesen Erprobungen die bestmöglichen Hilfestellungen gegeben werden, egal wie mühselig diese sind.

Axel B. ist Pendler und konnte überzeugt werden

Mit Axel B. aus Rodgau lernte ich die erste Person der Nissan Autotauschaktion kennen. Im Alltag als Pendler und einer kleinen Gruppe galt es den täglichen Weg zur Arbeit und zurück schaffen zu können. Im nachfolgenden Video beschreibt er, wie die Aktion ablief und welche Erfahrungen sie sammelten, welche Hindernisse es zu überwinden gab und warum man als nächstes Fahrzeug ein Elektroauto in Betracht zieht.

Während der vier Wochen setzte ich mich mit Axel B. in Verbindung und erhielt dabei die Information, dass man eine Route von Rodgau über Marburg an den Edersee plane. Allerdings fehlte ihm und seiner Frau für diesen Ausflug die optimale Planung um auch zwischendurch laden zu können. Ich werde nicht dafür bezahlt, aber ich wollte helfen die Entscheidung für das Elektroauto zu vereinfachen.

Also prompt das Ladesäulenverzeichnis und den Elektroauto-Routenplaner von GoingElectric am Telefon erklärt und gemeinsam die Route zum Edersee geplant. Für die einzige CHAdeMO-Ladesäule auf der Route in Gießen alle Informationen mitgegeben. Zudem war ein kurze Stopp in Marburg geplant, hierfür sendete ich meine RFID-Karten zu, damit auch diese Hürde fiel und für den Edersee konnte ich dank dem Forum ein Hotel finden, welches eine Ladung via Haushaltssteckdose ermöglicht, wenn auch nicht offiziell. Dieser Kurzausflug und die Hilfe waren schlussendlich auch ein ausschlaggebender Punkt für die Entscheidung hin zum Elektroauto.

Mit Marcus Schiffbauer konnte ein SUV-Fahrer für das Elektroauto begeistert werden

Bei der zweiten Autotauschaktion von Nissan war ein SUV-Fahrer dran, er diesen für vier Wochen gegen einen Nissan LEAF tauschen sollte. Ein erstes Feedback ergab, dass auch Marcus Schiffbauer vom Elektroauto überzeugt werden konnte. Anbei einmal ein Screenshot aus einer Konversation innerhalb von Facebook:

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Ich glaube es ist vorerst egal welchen Hersteller er getestet hätte. Durch eine solche Aktion war es ihm ganz einfach möglich ein solches Fahrzeug im Alltag zu testen und zu schauen, ob diese Technologie für ihn schon weit genug ist und eine Anschaffung auch Sinn ergibt.

Praxiserfahrung überwiegt theoretische Predigen für Elektromobilität

Eine Erfahrung Deich fast täglich machen muss ist wie beim Thema Elektromobilität vorgegangen wird. Predigen über Predigen werden gehalten und Vorträge über Vorträge sollen die doch so häufig vorzufindenden Skeptiker überzeugen. Nach Möglichkeit werden alle Möglichkeiten aufgezeigt wie es gehen kann und dabei teilweise zu viele Kompromisse eingegangen bzw. die eingegangen werden müssen.

Natürlich gehören sie dazu, doch sollten wir mehr aus der Praxis erzählen und dabei Verständnis für die aufbringen, für die zum jetzigen Zeitpunkt ein Elektroauto nicht in Frage kommt statt ihn abzustempeln. Denn wir eines nicht leiden können, dann ist das schlichtweg eine abkneifende Haltung die ein Skeptiker erhält und dieser reagiert weiterhin trotzig und wird es jener Zukunft auch weiterhin tun.

Ok, das sind extreme Beispiel aber ich denke ihr wisst genau was ich damit sagen will. Gebt Optionen mit auf den Weg, versucht weiterhin aus der eigenen Praxis zu erzählen und vor allem: lasst die Leute ein Elektroauto fahren und dies weit mehr als nur ein paar Stunden. Durch Sole Aktionen wie oben beschrieben findet man genau die, für die jetzt ein Elektroauto etwas ist und die erzählen es weiter.

Mit den neuen Generationen ab 2017/2018 wird es dann weitergehen mit denjenigen die jetzt noch keines wollen aber dann etwas mehr Reichweite erfahren und sich die Infrastruktur verbessert. Auch ich halte natürlich Vorträge dazu. Aber die Praxiserfahrung macht den größten Anteil aus und wenn jemand Hilfe für die Praxis benötigt, dann bekommt er diese.

Auch interessant: Artikelserie: Würde ich mir als nächstes ein Elektroauto kaufen? #4

Über DanielB 1352 Artikel
Fasziniert von der Elektromobilität und alternativen Antriebstechnologien, gelernter Elektroniker, Journalist und Blogger, liebt die Technologie im Fahrzeug (Vernetzung, Infotainment). Mehr über mich danielboe.de

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