BlaBlaCar übernimmt Mitfahrgelegenheit und Mitfahrzentrale

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Die Suche nach Mitfahrgelegenheiten dürfte sich in der Zukunft noch einfacher gestalten, denn das Unternehmen hinter BlaBlaCar übernimmt die carpooling.com GmbH, zu denen auch Mitfahrgelegenheit.de und Mitfahrzentrale.de gehören.

Die carpooling.com GmbH mit Sitz in München, an der unter anderem die Daimler AG sowie die Earlybird Venture Capital GmbH & Co KG Anteile hielten, betreibt die Portale mitfahrgelegenheit.de und mitfahrzentrale.de. Mit der heutigen Übernahme wächst die BlaBlaCar-Community auf mehr als 20 Millionen Mitglieder in 18 Märkten in Europa und Asien.

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Wer auf der Suche nach einer Mitfahrgelegenheit war, der suchte in der Vergangenheit oft parallel auf den drei Portalen nach einer Möglichkeit. Im Sinne des „Share-Economy-Gedankens“ wolle man jetzt noch mehr die Menschen dazu bringen, Reisen gemeinsam zu nutzen und damit nachhaltiger, günstiger und sozialer. Man sehe Deutschland als eines der wichtigsten Länder in Europa an und mit der Übernahme verfolge man eine klare Wachstumsstrategie. Über 30 Millionen Menschen transportiere man pro Jahr.

Mitfahrgelegenheiten im Sinne der Mobilität anbieten und nutzen

Ein Thema welches nicht außer Acht gelassen werden darf, ist die Mobilität im Sinne der Nachhaltigkeit. Allein der eigene Blick auf den Kalender und dort eingetragenen Terminen verrät mir, dass ich viel mit dem eigenen Auto unterwegs bin und häufig über oft genutzte Streckenverbindungen verläuft. Mein Auto kann in der Regel drei Personen mitnehmen, da hinter mir aufgrund meiner Größe kein Platz mehr ist. Der Kofferraum kann das nötige Gepäck beherbergen.

Mitnehmen tue ich in der Regel niemanden, dabei könnte ich durch das Anbieten einer Mitfahrgelegenheit etwas Geld sparen und nachhaltig gesehen ein Fahrzeug voll ausnutzen. Persönlich muss man hier etwas aus seiner Komfortzone heraus und sich zeitlich eventuell etwas anpassen. Allerdings finde ich, dass man selbst in der Zukunft öfter genau auf den Punkt Mobilität achten sollte und seine Fahrten dann anbieten könnte.

Ein anderer Punkt wäre selber das mitfahren mit anderen Nutzern, statt selbst das Fahrzeug zu nutzen. Diese Option verwende ich übrigens sehr häufig. Mein Fahrzeug lasse ich lieber stehen, habe dadurch in dem Moment auch keinen Verschleiß und keinen Verbrauch. Bin dafür allerdings in meiner mobilität etwas eingeschränkt, was ich aber gerne dafür in Kauf nehme. Auch dadurch tue ich ein Stück weit etwas für die Umwelt, selbst wenn es nur ein sehr geringer Anteil ist.

Was hat das mit Elektromobilität zu tun?

Ein weiterer Aspekt, den ich nicht unbeachtet lassen möchte. Immer wieder kommt die Kritik über die mangelnde Reichweite von Elektrofahrzeugen auf. Genauer darauf eingehen möchte ich an dieser Stelle aber nicht schon wieder. Wer wirklich Angst hat und nicht wie ich sich in der Zukunft ein Elektroauto kaufen möchte, der sollte einfach mal schauen, ob ein paar seiner längeren Strecken nicht eventuell als Mitfahrgelegenheit angeboten wird. Elektromobilität hat den Begriff Mobilität bereits integriert und nicht umsonst. Denn in der Zukunft werden wir unsere Art der Fortbewegung verändern, wenn nicht sogar verändern müssen.

Im Moment können wir da gerne mal ein kleines Beispiel zur aktuellen Lage nennen: Wenn du mit deinem Elektroauto deine 120 bis 170 km fahren kannst und erst dann eine gute Anbindung für eine Mitfahrgelegenheit oder Fernbus besteht, könntest du, je nachdem wie lange dein Ausflug dauert, in dieser Zeit an einer Ladesäule mit langer Ladezeit dein Fahrzeug laden. Auf dem Rückweg nimmst du dieses wieder mit. Man könnte diese Option an weiteren Beispielen durchspinnen und würde merken, dass es zutrifft. Die Komfortzone muss natürlich dafür verlassen werden und dazu ist leider nicht jeder bereit.

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