Der Audi A3 Sportback e-tron im Test

Audi A3 Sportback e-tron - Foto: Saving-Volt

Im letzten Jahr brachte Audi mit dem A3 Sportback e-tron die Hybridvariante seiner erfolgreichen Kompaktklasse auf den Markt. Es ist der erste serienmäßige Plug-in-Hybride des Herstellers. 

Erkennbar ist er so auf den ersten Blick nicht als Hybridfahrzeug und lediglich der Schriftzug „e-tron“ auf dem Singleframe und der Heckklappe sorgen für einen erkennbaren Unterschied. Eine Woche konnte ich mich mit dem Fahrzeug beschäftigen und es dementsprechend testen. Der Fokus lag hier allerdings nicht auf den bereits bekannten technischen Highlights wie MMI Navigation plus oder MMI touch (bereits hier und hier getestet), sondern beim hybridischen Vortrieb.

Ermöglicht wird dies durch eine Systemleistung von 150 kW (204 PS), die sich aus einem 1.4 TFSI-Motor mit einer Leistung von 110 kW (150 PS) und einem Elektromotor mit 75 kW zusammensetzt. Gemeinsam erreichen beide Motoren eine maximale Geschwindigkeit von 222 km/h und rein elektrisch bis 130 km/h.

Ausführlichen Testbericht zum Audi A3 Sportback hier nachlesen

Bei der Reichweite gibt Audi ganze 940 Kilometer an, während rein elektrisch eine Reichweite von bis zu 50 Kilometer möglich sein soll. Bei einem angegebenen Verbrauch von 1,5 lk (Benzin) auf 100 km und 114,0 Wh pro Kilometer sicher auch kein Problem. Realistisch gesehen schwankt die kombinierte Reichweite aber sehr und lässt sich nur schwer in einer Zahl festhalten.

Audi A3 Sportback e-tron - Foto: Saving-Volt

Audi A3 Sportback e-tron - Foto: Saving-Volt

Audi A3 Sportback e-tron - Foto: Audi AG

Audi A3 Sportback e-tron - Foto: Audi AG

Audi A3 Sportback e-tron - Foto: Saving-Volt

Audi A3 Sportback e-tron - Foto: Audi AG

Abhängig ist dies von der eigenen Fahrweise, dem Verkehr, der Strecke und vielen weiteren sonstigen Gegebenheiten. In meinem Test war eine elektrische Reichweite im Schnitt von 35 bis 40 Kilometer allerdings kein Problem. Seine elektrische Leistung erhält der Elektromotor aus einer Lithium-Ionen-Batterie mit 8,8 kWh Kapazität, die sich innerhalb von 2,5 Stunden über den Typ 2-Anschluss aufladen lässt. An der Haushaltssteckdose brauch dieser etwa 5 bis 5,5 Stunden für eine Aufladung.

Ladesystem im Audi A3 Sportback e-tron

Serienmäßig erhält der Audi A3 Sportback e-tron bei seiner Auslieferung ein Ladesystem, mit dem das Fahrzeug an der Haushaltssteckdose geladen werden kann. Dieses besteht aus einer Einheit mit grafischen Display, einem Autokabel und zwei Netzkabeln mit Haushalts- und Industriesteckern, die landesspezifisch ausgeführt sind. Für den Betrieb zuhause lässt sich das e-tron- Ladekabel in einer Designwandhalterung (optional verfügbar) fixieren.

Beim Anschluss am Fahrzeug wird dieses verriegelt und die Ladebox selbst ist über eine PIN-Sicherung geschützt. Wer das Fahrzeug jedoch an öffentlichen Ladesäulen über den Typ2 laden möchte, der muss das dafür notwendige Kabel optional kaufen. Die Aufladung dauert über den Typ2 lediglich etwa 2,5 Stunden, während für das Laden an der Haushaltssteckdose etwa 3,5 Stunden nötig sind. Eine Schnellladetechnik gibt es für den A3 jedoch nicht, ist aber nicht zwingend notwendig.

Ein Plug-in-Hybridfahrzeug ist bekannt für die rein elektrische Fortbewegung oder kombinierte Fahrweise. Dafür kann der Fahrer zwischen verschiedenen Fahrmodi wählen. Über die EV-Taste an der Instrumententafel kann dieser dann zwischen folgenden Fahrmodi wählen:

  • EV: Hier liegt die Priorität bei der elektrischen Antriebseinheit, solange genug elektrische Energie in der Batterie vorhanden ist.
  • Charge: In diesem Fahrmodi ist der Verbrauch besonders hoch, da der Verbrennungsmotor zur Aufladung der Batterie genutzt wird.
  • Hybrid Hold: Zwar wird die Batterie in diesem Fahrmodi nicht aufgeladen, ist der Verbrauch dennoch zur kombinierten Fortbewegung höher. Die elektrische Energie in der Batterie wird gehalten, damit sie zu einem späteren Zeitpunkt entsprechend zur Verfügung steht.
  • Auto; Der Verbrauch der elektrischen Energie wird im Zusammenspiel mit der Verbrennungsmotor optimal genutzt. Dies sorgt für einen minimalen Kraftstoffverbrauch.

Ein Sonderstatus gilt hier der Stellung S der S tronic, denn hier werden beide Motoren für einen „Boostvorgang“ genutzt und der Verbrauch ist besonders hoch. Dafür können beide Motoren ihre volle Kraft entfalten und erlauben eine mehr als spürbar gesteigerte Beschleunigung.

Über die verfügbaren Anzeigen erhält der Fahrer exakte Informationen zum Antrieb. Das „Powermeter“, das im Kombiinstrument die Stelle des Drehzahlmessers einnimmt, zeigt neben der Gesamtleistung des Systems den Antriebsstatus und den Ladezustand der Batterie an. Der Monitor der optionalen MMI Navigation plus visualisiert die Energieflüsse im Hybridsystem in animierte Grafiken.

Bekannt aus den anderen Modellen sollte „Audi drive select“ sein. Hierüber kann der Fahrer den für sich selbst gewünschten „Charakter“ des Fahrzeugs über die Modi „comfort“, „auto“, dynamic“ oder „individuel“ konfigurieren.

Audi connect e-tron Dienste serienmäßig verfügbar

Serienmäßig sind aber die Audi connect e-tron Dienste verbaut, welche zum Beispiel beim Nissan LEAF die eigenen Dienste nicht serienmäßig verfügbar sind. Über das Smartphone und Webportal können unterschiedliche Informationen abgerufen und Funktionen gesteuert werden. Dazu zählen:

  • Der aktuelle Ladestand
  • Die restliche verbleibende elektrische Reichweite
  • Der Standort des Fahrzeugs
  • Informationen zu den letzten Fahrten
  • Sofortiges Starten des Ladevorgangs über das Smartphone
  • Programmieren des Abfahrtzeitentimers, bei dem das Fahrzeug zum geplanten Zeitpunkt entsprechend aufgeladen ist.
  • Fernsteuerung der Klimatisierung (Aktivierung + Programmierung)

Damit die Funktionen genutzt werden können, muss sich der Nutzer auf der Onlineplattform von Audi registrieren. Ein Haken fällt erst beim genauen Durchlesen der Bedingungen auf, denn der Käufer muss innerhalb von 90 Tagen nach Auslieferung die Dienste aktivieren, sonst stehen diese nicht mehr kostenlos zur Verfügung.

Über den PC, Tablet oder Smartphone können die Dienste genutzt werden. Für die mobilen Endgeräte gibt es eine passende App. Hierfür muss eine separate SIM-Karte für das Fahrzeug zugelegt werden, denn nur so können das Fahrzeug mit dem Mobilfunknetz und der Nutzer mit dem Fahrzeug kommunizieren. Zwar bietet Audi darüber hinaus weitere Audi connect Dienste an, für die ist jedoch ein Aufpreis von 500 Euro fällig.

Ihr wollt den gesamten Testbericht zum Audi A3 Sportback e-tron lesen? Dann hier zu Autophorie.de, wo ich den vollen Testbericht veröffentlicht habe.

Über DanielB 1350 Artikel
Fasziniert von der Elektromobilität und alternativen Antriebstechnologien, gelernter Elektroniker, Journalist und Blogger, liebt die Technologie im Fahrzeug (Vernetzung, Infotainment). Mehr über mich danielboe.de

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*