Brennstoffzellenauto von Toyota für unter 80.000 Euro

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Es wird ernst um das Brennstoffzellenauto „Mirai“ von Toyota und wird bereits früher als erwartet auf dem japanischen Markt erscheinen. Ging man im Juni diesen Jahres noch von April 2015 aus, so wird es schon im Dezember soweit sein.

Im September 2015 wird er dann auch in Deutschland als Leasingfahrzeug zur Verfügung stehen. Ein Preis von 78.540 Euro wird hier in den Raum geworfen und die viersitzige Limousine ist rund 4,89 m lang und bringt eine Leistung von 113 kW / 1554 PS mit. Getankt wird Wasserstoff und innerhalb von nur drei Minuten ist der Tankvorgang beendet.

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Für die Sicherheit beim Thema Wasserstoff wurde entsprechend gesorgt. Ein Thema, welches nicht gerade unbeachtet bleiben sollte. So sind alle Leitungen und Tanks außerhalb der Fahrzeugkabine untergebracht und sollte doch einmal Wasserstoff austreten, so verflüchtigt sich dieser unmittelbar. Gleichzeitig sorgen Sensoren für eine Warnung ins Cockpit.

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Höchste Umweltfreundlichkeit trifft so auf Zuverlässigkeit und Fahrspaß, wie man es von einem Auto erwartet. Optisches Erkennungszeichen ist ein auf Anhieb wiedererkennbares Design, der niedrige Schwerpunkt sorgt für höchste Fahrstabilität. Wasserstoff lässt sich auf vielfältige Weise herstellen und ist so ein perfekter Energieträger. Regenerative Stromerzeugung durch Solar- und Windkraft gewinnen weltweit an Bedeutung, benötigen aber für einen wirtschaftlichen Einsatz ein Speichermedium.

Wasserstoff ist leicht zu speichern und zu transportieren, kann problemlos dem Gasnetz beigemischt werden und lässt sich bei Bedarf wieder rückverstromen. Als Treibstoff genutzt weist er im komprimierten Zustand eine höhere Energiedichte auf als Batterien. Brennstoffzellenfahrzeuge erzeugen aus Wasserstoff ihre eigene elektrische Energie – sie sind somit ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer wasserstoffbasierten Gesellschaft und treiben die Diversifizierung der Energienutzung voran.

Das Pre-Collision-Notbremssystem warnt den Fahrer vor einem möglichen Unfall und leitet automatisch eine Notbremsung ein. Die Fahrspur wird über eine Kamera überwacht und alarmiert den Fahrer bei einem unbeabsichtigten Wechsel. Ein solches System gehört mittlerweile aber schon fast zum Standard. Gleiches gilt auch für den toten Winkel, bei dem der Fahrer über Fahrzeuge in dem Bereich informiert wird.

Brennstoffzellentechnik vom Toyota Mirai im Detail

Das Herzstück des Toyota Mirai bildet die, mit 3,1 kW Leistung pro Liter Bauvolumen, weltweit effizienteste Brennstoffzelle. Der japanische Automobilhersteller arbeitet bereits seit mehr als 20 Jahren an diesem Antrieb. Das jetzt zum Einsatz kommende System aus Brennstoffzellen-Stacks, Aufwärtswandler und Hochdruck-Wasserstofftanks ist das Ergebnis jahrelanger Forschung und Entwicklung. Dank der langjährigen Erfahrung bei der Hybridtechnologie konnten viele Komponenten ohne größere Änderung in dem Fahrzeug Verwendung finden.

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Die neuen Toyota Brennstoffzellen-Stacks nutzen weltweit erstmals feinmaschige 3D-Kanäle, die eine gleichmäßige Stromerzeugung auf den Zelloberflächen garantieren und so höchste Effizienz und Leistungsfähigkeit bei kompakter Größe sicherstellen. So ist die Leistungsdichte 2,2 Mal höher als beim Brennstoffzellenfahrzeug Toyota FCHV-adv, außerdem ist nicht länger ein Befeuchter erforderlich. Der kompakte und hocheffiziente Konverter steigert die Spannung zudem auf bis zu 650 Volt, wodurch die Größe des Elektromotors und die Anzahl der Brennstoffzellen verringert werden konnten.

Die aus drei Schichten kohlefaserverstärkten Kunststofftanks speichern den Wasserstoff bei einem Druck von 700 bar. Obwohl ihr Gewicht und ihre Größe im Vergleich zum Toyota FCHV-adv verringert wurden, stieg ihre Speicherkapazität um 20 Prozent.

Fotos: Toyota
Quelle: Toyota Pressemitteilung

18. November 2014  |  DanielB

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