Solaranlagen mit dem Internet verbinden – das sollte man beachten

photovoltaik-dach

Dank der nach wie vor hohen Förderung von Solar- bzw. Photovoltaik-Anlagen (PV Anlagen) finden sich entsprechende Systeme auf immer mehr Dächern. 

Selbst nach dem Umbau der Solarförderungen wurden 2013 immerhin noch Anlagen mit insgesamt etwa 3.500 Megawatt errichtet.  Das bringt die Energiewende (auch wenn sie teuer wird) voran, bedeutet aber auch das Solaranlagen immer häufige überwacht und gewartet werden müssen.

Eine Solaranlage (Photovoltaik, keine Solarthermie) liefert im normalen Betrieb eine ganze Reihe von wichtigen Informationen darüber ob und wie gut Licht in Strom umgewandelt wird. Die Ertragsdaten geben dabei an wie viel Energie von welchen Modulen eingespeist wird. Moderne Auswertungssysteme zeigen diese Daten im Zeitverlauf an. Dazu kommen Ereignis-Protokolle und Logs über wichtige Vorkommnisse, sowie Umweltdaten und (soweit vorhanden) die Auswertungen von Einstrahlungssensoren, mit denen sich der Wirkungsgrad der Anlage bestimmen lässt.

Diese Daten lassen sich nicht nur direkt an der Anlage ablesen. Moderne Photovoltaik Systeme bieten die Möglichkeit, diese Daten zentral über eine separate Station, über den PC oder sogar direkt mit dem Smartphone abzurufen. Damit weiß man immer, ob die Anlage funktioniert oder es Probleme (wie Diebstahl oder technische Defekte) gibt.

Ein Internet-Anschluss ist unumgänglich

Die Übermittlung der Daten von der PV Anlage hin zur Zentral-Station und zum Display erfolgt dabei in der Regel über das Internet. Das ist kein Problem, wenn die Anlage direkt am eigenen Haus angebracht ist und den heimischen Internet-Zugang mit nutzen kann.

Die meisten Systeme lassen sich ohne Probleme an einen Router und ein Modem anschließen und können dann direkt Daten senden. Dies lässt sich in der Regel ohne größere technische Vorkenntnisse einrichten und entspricht dem Anschluss eines Rechners an das DSL Netz.

Mobiles Internet verursacht zusätzliche Kosten

Problematischer wird es, wenn die Anlage auf einem Mietobjekt oder abseits auf dem Dach einer Scheune steht. Dann ist normalerweise kein Internet-Anschluss vorhanden oder er kann zumindest nicht so einfach genutzt werden.

Die meisten Anlagen Anbieter haben dafür spezielle Systeme, die per Mobilfunk-Netz Daten übertragen können. In diesen Fällen ist ein Mobilfunk-Vertrag samt Simkarte notwendig um die Karte über das Mobilfunk-Netz mit dem Internet zu verbinden. Das verursacht zusätzliche Kosten, da die Simkarte (egal ob Prepaid oder Vertrag) in den meisten Fällen pro übertragenem Datenvolumen abgerechnet wird. Für den Einsatz gibt es auf www.prepaider.com eine Liste von Anforderungen die eine Simkarte in einer PV Anlage im besten Falle erfüllen sollte:

  1. günstiger Datentarif, denn die Leistungsdaten werden in der Regel per UMTS Netz verschickt
  2. guter Empfang (wichtig vor allem bei Anlagen die außerhalb von Ortschaften stehen)
  3. Nutzung in einem UMTS-Stick erlaubt
  4. gute SMS Kosten (falls Fehlermeldungen per SMS versendet werden)

Im einfachsten Fall und für kleine Anlagen sind dabei Freikarten mit Inklusiv-Volumen die beste Wahl. Je mehr Daten übertragen werden sollen und je professioneller eine Anlage betrieben wird, desto eher sollte man auch auf Verträge mit Datenflatrates zurückgreifen. Entsprechende Angebote gibt es mittlerweile bereits ab 5 bis 10 Euro monatlich. Damit ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Wie viel Daten-Volumen wird benötigt?

Die übertragenen Datenmengen sind relativ gering und mit einer Email vergleichbar. Allerdings summieren sich die Volumen über den Monat auf. Je häufiger Berichte übermittelt werden und je mehr Daten pro Bericht enthalten sind, desto mehr monatliches Volumen wird benötigt. Für private Anlagen reicht in der Regel eine Internet-Flatrate mit 100MB Volumen vollkommen aus. Falls dies zu wenig sein sollte, kann man entweder das Übertragungsintervall reduzieren oder eine größere Flatrate buchen.

16. April 2014  |  Gastautor

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