Nur auf Bestellung: Nissan Leaf in USA allein auf Nachfrage

Unbekannt ist der Nissan Leaf dem Fan alternativer Elektroautos sicher nicht, seit einigen Tagen wird der Japaner auch in den USA produziert. Noch aber ist das neue Werk in Smyrna/Tennessee weit von einer Massenproduktion entfernt…

2013 Nissan Leaf

Nissan Leaf Modelljahr 2013 (Foto Nissan)

Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn zufolge wird der Nissan Leaf allein auf Bestellung produziert, Lagerbestände will der Hersteller in Amerika scheinbar nicht aufbauen. Das nagelneue Werk besteht aus einem Batteriewerk (seit November 2012) sowie einem Autowerk, wo gerade der erste (US)Leaf vom Band rollte.

Vorerst wird kaum an der Kapazitätsgrenze produziert, das Batteriewerk ist für 200.000 Akkus pro Jahr ausgelegt, das Autowerk auf 150.000 Stromer pro Jahr. Die Überproduktion der Batterien ist schnell erklärt, denn mit dem Infiniti LE plant Nissan bereits ein zweites (Premium)Elektroauto, für das Smyrna ebenfalls die Akkus liefern wird.

Den Grund für die verhaltene Produktion allein nach Bestellung begründet Ghosn übrigens mit der Idee, das Nissan auf steigende Nachfrage schneller reagieren kann. Die könnte in den Staaten tatsächlich einsetzen, denn mit der gerade aufgenommenen US-Produktion wird der Kompakte mit Elektroantrieb in Amerika fast 20 Prozent billiger. Je nach bundesstaatlicher Förderung kostet der Nissan Leaf beispielsweise in Kalifornien nur noch rund 14.000 Euro, in Deutschland hingegen knapp 34.000 Euro.

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