Kohle und Atom wirklich teurer als Ökostrom?

Nach einer aktuellen Studie des Forums Ökologische-Soziale Marktwirtschaft (im Auftrag von Greenpeace Energy und dem Bundesverband Windenergie) sei die Förderung von Atom- und Kohlestrom teurer als die Erneuerbare Energie.  Würde man die bisherigen Kosten mal summieren, so würde eine Umlage für diese Stromart bei 10,2 Cent pro kWh liegen. Zum Vergleich zur Ökoumlage wäre diese drei Mal höher.

Ein Problem ist dabei deutlich erkennbar, denn der Verbraucher zahlt die Kosten für die konventionelle Energie nicht direkt, sondern indirekt über die Steuern und Abgaben, zumindest ist Swantje Küchler vom FÖS dieser Ansicht. Beim Ökostrom ist dies wesentlich transparenter gestaltet. Von 1970 bis 2012 sind alleine durch begünstigte Rahmenbedingungen und Finanzhilfen bei der Steinkohle von 177 Milliarden Euro, Braunkohle mit 65 Milliarden Euro und Atomstrom mit 187 Milliarden Euro angegeben. 

Die zu zahlende Unterstützung für Erneuerbare Energie wird mit 150 Milliarden Euro angegeben und bezieht sich damit auf 20 Jahre garantierte Zahlung. Ein deutlicher Unterschied von 279 Milliarden Euro.

Wobei man immer sagen sollte, dass man keiner Studie glauben darf, die man selbst nicht erstellt hat. Jedoch kann festgehalten werden, dass die konventionelle Energie in ihrem Zeitraum und noch immer nicht günstiger ist und daher eine Schuldzuweisung auf die Erneuerbare Energie für die zu hohen Strompreise nicht korrekt ist.

Quelle: greenpeace.de
29. August 2012  |  DanielB

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