Batterie aus neuem Nissan LEAF auch in älteren Modellen möglich?
Der neue Nissan LEAF (2016) kommt mit einer 30 kWh großen Batterie daher und ermöglicht eine theoretische Reichweite von bis zu 250 km rein elektrisch. Schnell stellte sich die Frage ob die neue Batterie auch in die bisherigen Modelle eingebaut werden könnte.
Update 13.04.2020: Einen größeren Akku in den Nissan Leaf oder e-NV200 einbauen ermöglicht mittlerweile das niederländische Unternehmen Muxsan. Aber auch eine zusätzliche Batterie für mehr Reichweite wird angeboten. Hinzu gesellt sich der Einbau eines dreiphasigen AC-Laders. Alle Informationen dazu gibt es in diesem Beitrag.
In der Community wurde gefragt, ob das japanische und das europäische Modell damit nachträglich ausgestattet werden könnte. Ebenfalls ging es darum, welche Kosten auf einen zukommen beim Tausch der Batterie und ob die gesamte Batterie oder nur die einzelnen Module ausgetauscht werden können.
Diesen Fragen aus der Community bin ich nachgegangen, habe bei Nissan für euch nachgefragt und stelle diese in einfacher Form hier bereit. Vorab möchte ich euch den Artikel „Wie entsteht ein Akku für das Elektroauto?“ empfehlen und auf die Preise und Details zum Nissan LEAF 2016 hinweisen. Hinweis: Die Antworten sind von mir zusammengetragen.
Kann ein Upgrade der neuen 30 kWh-Batterie im bisherigen japanischen und europäischen LEAF durchgeführt werden?
Ein Upgrade der neuen 30 kWh-Batterie in die bisherigen Modelle ist nicht möglich. Grund hierfür sind die Änderungen der chemischen Bestandteile und die Kontaktpunkte stimmen nicht mehr überein. Zwar ist der LEAF mit der 24 kWh-Batterie weiterhin verfügbar als günstigeres Modell, doch auch hier ist ein Upgrade nachträglich nicht möglich sein.
Sicher keine große ausführliche Antwort, die aber ausreichend sein dürfte. Logisch nachvollziehbar ist sie für mich, auch wenn sich einige die Komplexität nicht vorstellen können.
Was kostet der Austausch der Batterie beim Nissan LEAF?
Die nationale unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 5.000 Euro (netto) zuzüglich Arbeitskosten für den Austausch. Der Kunde muss die alte Batterie eintauschen. Wer die alte Batterie nicht zurückgibt, der zahlt einen Aufpreis von 1.000 Euro (netto). Wichtig zu wissen ist, dass dies nur außerhalb der Garantie gilt.
Zur Garantie sei gesagt: Für den Nissan LEAF mit der 24 kWh-Batterie und den Nissan e-NV200 gibt es eine Garantie von 5 Jahren oder 100.000 km und beim Nissan LEAF mit der 30 kWh-Batterie gibt es 8 Jahre Garantie oder 160.000 km. Zusätzlich gibt es 5 Jahre Garantie oder 100.000 Laufleistung auf die Elektro-Systemkomponenten.

Wird die gesamte Batterie oder nur die defekten Module getauscht?
Es ist beides möglich im Garantiefall. Außerhalb der Garantie wird in der Regel die komplette Batterie getauscht. Übrigens ist es nicht so, dass ein Elektroauto stehen bleibt, wenn einzelne Zellen defekt sind. In der Regel sinkt lediglich die Reichweite. Denn eine Batterie/Akku besteht aus etlichen Modulen, die wiederum aus mehreren Zellen bestehen. Selbst der Ausfall von einzelnen Modulen bedeutet nicht gleichzeitig auch ein Totalausfall beim Elektroauto.
Erhalten ältere Modelle ein Update von NissanConnect EV?
Die Hardware im Fahrzeug selber wird bei den bisherigen Modellen nicht ausgetauscht. Ein Upgrade erfolgt demnach nicht. Somit findet das digitale Autoradio auch nicht Einzug. Bei der App sieht es anders aus, denn die hat bereits ein Update erhalten. Bisher hörte diese auf Carwings und heißt nun NissanConnect EV.
Das neue NissanConnect EV steht in den beiden Ausstattungslinien „Acenta“ und Tekna“ mit einem 7 Zoll-Touchscreendisplay bereit. Darin inbegriffen ist ganz neu digitales Autoradio (DAB) und die passende App zur Steuerung des Ladevorgangs und der Klimaanlage. In der kleineren Version „Visia“ gibt es das 5,8 Zoll-Touchscreendisplay allerdings nicht der Zugriff auf das Fahrzeug über die App.


