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Audi Q7 e-tron quattro – Hybridmanagement überzeugt

Audi Q7 e-tron quattro – Hybridmanagement überzeugt

21. Oktober 2016

Seit diesem Jahr ist der Audi Q7 e-tron quattro auf dem Markt und damit haben die Ingolstädter ihrem Premium-SUV ein weiteres Modell als Plug-in-Hybrid in das Portfolio aufgenommen. Auf der Straße wird er eher zu einer seltenen Spezies werden, nicht zuletzt auch dank seines Preises.

Der Audi Q7 e-tron quattro hat seinen Status als Premium-SUV verdient. So kann die Verarbeitung beim Exterieur und Interieur überzeugen, bietet genügend Luxus, Fahrkomfort und kann eine Reihe an Assistenz- und Infotainmentsystemen aufweisen. Dies spiegelt sich allerdings ebenfalls im Preis wieder und so startet die elektrifizierte Variante bei 80.500 Euro (inkl. MwSt.) und liegt damit deutlich über der Einstiegsvariante des reinen Verbrenners.

Ein Kampfgewicht von gut 2,5 Tonnen bringt der Bolide inklusive Fahrer auf die Straße. Schafft dennoch den Sprint von 0 auf 100 km/h im Hybridmodus in nur 6,2 Sekunden. Hierfür sorgt eine kombinierte Systemleistung von 275 kW (373 PS), wovon alleine 94 kW (128 PS) alleine nur der Elektromotor besitzt. Gemeinsam mit dem V6-Zylinder-Dieselmotor liegen so bis zu 700 Nm Drehmoment an.

Als Höchstgeschwindigkeit werden 230 km/h angegeben und rein elektrisch kann er eine Geschwindigkeit von 135 km/h erreichen. In der Theorie kommt er so auf einen Verbrauch von 1,8 Liter. Klar, in der Praxis verbrauchen sie alle mehr.

audi-q7-etron-quattro-2016-hybrid-005

Immerhin sollen 56 Kilometer theoretisch rein elektrisch zurückgelegt werden können. Gespeist wird der Elektromotor von einer Lithium-Ionen-Batterie mit 17,3 kWh und wurde im Heck untergebracht. Das Laderaumvolumen hat sich deshalb um 240 Liter reduziert und es gibt den e-tron nur mit 5 Sitzen. Aufgeladen wird diese binnen 2,5 Stunden an Typ 2, denn hierfür wird eine Ladeleistung von bis zu 7,2 kW unterstützt.

Wie schlägt sich der Audi Q7 e-tron in der Praxis?

Eine Route von rund 100 Kilometer stand auf dem Programm. Topografisch alles andere als ein flaches Gelände. Teilweise mit Autobahnen, Landstraßen und einem gewissen Anteil an Stadtfahrt und kleineren Ortschaften. Am Ende verbrauchte der Q7 während dieser Ausfahrt 4,5 Liter und die Batterie war leer. Ein Verbrauch, der für einen solchen Koloss und eine solche Strecke mehr als in Ordnung ist. Rein elektrisch konnten während unterschiedlicher Fahrten zwischen 30 und 40 Kilometer zurückgelegt werden.

audi-q7-etron-quattro-2016-hybrid-003
Hinweis: Diese Säule fahre ich regelmäßig zum Test an. Kurze Verweildauer und immer in direkter Nähe. Will jemand dort laden, mache ich sie natürlich sofort frei!

Erstaunlich wie gut beide Antriebsvarianten harmonieren und kaum ein Unterschied spürbar ist. Lediglich über die digitalen Anzeigen wird einem deutlich welche Antriebe just in dem Moment in Betrieb sind. Nur einem kräftigen Druck auf das Gaspedal hört man ab einem gewissen Moment das Brummen des V6-Dieselmotors. Mit seinen 2,5 Tonnen zeigt er sich agiler als man erwarten würde und dennoch ist er in der Lage, dank seiner 373 PS und bis zu 700 Nm Drehmoment, einen ordentlichen Antritt an den Tag zu legen.

Überzeugendes Hybridmanagement – den Fahrer an die Hand nehmen

Hierfür arbeitet die MMI Navigation plus (serienmäßig) eng mit dem Hybridmanagement zusammen. Anhang der Navigationsdaten und Echtzeit-Verkehrsinformationen versucht dieser eine ideale Fahrstrategie zu errechnen. Der „Prädiktive Effizienzassistent“ sammelt Nahumfeld-Informationen aus Navigations- und Kameradaten sowie den Informationen der Radarsensoren. Auf bis zu drei Kilometer im Voraus erstellt dieser ein detailliertes Bild der Strecke. Bei einer gestarteten Navigation natürlich auf die Gesamtstrecke. Per optischen und einem pulsartigen Hinweis über das Gaspedal an die Fußsohle wird der Fahrer informiert den Fuß vom Gas zu nehmen.

Audi Q7 e-tron 3.0 TDI quattro

Dies geschieht vor allem bei Tempolimits, Ortsschildern, Kurven, Kreisverkehren und Kreuzungen. Wichtig: Noch bevor der Fahrer diese wahrnehmen kann. Die Geschwindigkeit passt sich zudem automatisch an.

Der Fahrer wird an die Hand genommen und dies ist ein wichtiger Punkt bei einem Hybridfahrzeug. Denn mit diesen muss anders gefahren werden wie mit einem reinen Verbrenner. Das Optimum herauszuholen aus dem elektrischen Antrieb und seiner Batterie. So viel elektrisch zu fahren wie nur irgendwie möglich und dies auf die gesamte Distanz der Navigation. Damit vor allem in Ortschaften rein elektrisch gefahren werden kann. Ein Feature, welches sich durchaus positiv zeigte und den Verbrauch deutlich senkte.

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