Jaguar I-PACE – erste Ausfahrt im Elektro-SUV

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In 2016 zeigte der britische Autobauer in Los Angeles noch das Konzeptfahrzeug. Keine zwei Jahre später steht der I-PACE in den Startlöchern und kann bereits konfiguriert werden. Noch vor Audi, Mercedes-Benz und BMW bringt Jaguar ein rein elektrisches SUV in der Premiumklasse auf den Markt. 

Bei einer Fahrveranstaltung im Süden Portugals hatte auch ich die Möglichkeit den Stromer einer ersten Ausfahrt zu unterziehen. Doch anders als man es sonst gewöhnt ist, galt es hier nicht neue Effizienzrekorde an den Tag zu legen. Viel eher wollte Jaguar vermitteln, dass ein Elektroauto nicht Verzicht bedeuten muss.

Da stand die Raubkatze also vor uns, mit einer eher ungewohnt kurzen Schnauze und bereit für die erste Etappe. Die erste Anmutung offenbarte eine Premium-Verarbeitung. Bei dem Preis darf man dies als Käufer aber auch durchaus erwarten. Das Cockpit konnte ebenfalls Premium vermuten lassen. Wenn auch die Kombination aus den vielen Knöpfen und drei Displays (Instrumentenanzeige, Infotainmentsystem und Klimatisierung) zunächst für etwas Verwirrung sorgte.

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Nun aber zurück zur ersten Etappe, die uns knapp 90 Kilometer überwiegend über die Autobahn führte. Die Verbrauchwerte lagen hier bei 28 bis 30 kWh auf 100 Kilometer. Wer sich jedoch EV-freundlicher verhält und bei den Einstellungen optimiert, kann den Verbrauch sicherlich noch drücken. In der Praxis sind so jedoch bis zu 300 Kilometer Autobahn-Reichweite möglich.

Die nächste Strecke führte uns auf einen Offroad-Parcour der es in sich hatte. Ziel: Zeigen, wie sich die Raubkatze ebenfalls im Gelände schlagen kann. Im letzten Teil ging es auf die Rennstrecke. Puh, hier brachte mich der I-PACE persönlich an die Grenzen – nicht zuletzt auch aufgrund meiner mangelnden Rennstreckenerfahrung. Es wurde jedoch deutlich, dass der Stromer keine Leistungseinbrüche verzeichnete. Und dies noch nicht einmal nach einigen Runden. Kein Wunder, tritt der Elektro-SUV doch in der kommenden Saison im Rahmenprogramm der Formel E in der Jaguar I-PACE eTrophy mit der gleichen technischen Ausstattung an.

Am zweiten Tag konnte der Alltagsverbrauch aufgrund der Streckenkombination durch Ortschaften und über Landstraße unter die Lupe genommen werden. Hier schwankten die Werte zwischen 22,5 und 25 kWh auf 100 Kilometer. In der Praxis bedeutet dies rund 360 bis 380 Kilometer. Sicherlich ist dies aber von vielen weiteren Faktoren wie Fahrstil, Topografie oder auch Wetterbedingungen abhängig.

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Bei der Ladetechnik bleibt es zunächst bei den 7 kW einphasig bei AC über Typ 2. Es wird jedoch 2019 ein dreiphasiges AC-Ladegerät optional erhältlich sein – wenn auch ohne Nachrüstmöglichkeit. Bei 7 kW würde dies rund zehn Stunden bedeuten, bis der 90 kWh große Akku wieder 80 Prozent erreicht hat. Eine Überraschung gab es jedoch hinsichtlich der DC-Ladeleistung. Denn die beträgt bis zu 150 kW an CCS. Wie lange er die Leistung aber halten kann wurde nicht kommentiert. Angeben wird von Jaguar nur die Zeit von rund 40 Minuten an 100 kW für eine Ladung bis 80 Prozent.

In der Basisversion startet der Stromer bei 77.850 Euro (brutto). Mit dem I-PACE SE ab 85.760 Euro und HSE ab 91.720 Euro stehen zwei weitere Varianten zur Verfügung. Die Unterschiede liegen hier bei den Felgen, den LED-Scheinwerfern und verschiedenen Ausstattungsvarianten sowie Assistenzsystemen. Für nicht weniger als 101.850 Euro bietet Jaguar anfangs eine I-PACE First Edition an, welche nur für eine begrenzte Zeit verfügbar ist.

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Fasziniert von der Elektromobilität und alternativen Antriebstechnologien, gelernter Elektroniker, Journalist und Blogger, liebt die Technologie im Fahrzeug (Vernetzung, Infotainment). Mehr über mich danielboe.de