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Mögliche Strompreissteigerung durch Aus für Kohlekraftwerke

Mögliche Strompreissteigerung durch Aus für Kohlekraftwerke

20. November 2014

Alte Kohlekraftwerke müssen abgeschaltet werden, damit die deutschen Klimaziele erreicht werden können. Diese Auffassung vertreten zumindest Experten. Aktuellen Berechnungen zufolge könnte dies vor allem für die Verbraucher starke Auswirkungen haben. 

Insgesamt zehn alte Kohlemeiler sollen vom Netz genommen werden. Dies wird derzeit diskutiert, damit die Klimaschutzziele der Bundesregierung erreicht werden können. Durch die Abschaltung könnte der Preis für Strom jedoch leicht ansteigen. Zwischen 1,70 Euro und 5 Euro pro Megawattstunde sind hier im Gespräch. Verschiedene Faktoren geben darüber hinaus Auskunft darüber, welche Auswirkungen das für die Verbraucher hätte. So könnte die einzelne Kilowattstunde zum Beispiel ein wenig teurer werden.

Der Strompreis liegt an der Börse für eine Megawattstunde zur Zeit bei ungefähr 50 Euro, das sind rund 5 Cent pro Kilowattstunde. Dazu kommen die Kosten für den Transport, für den Vertrieb und die Steuern. Zusätzlich muss auch die EEG-Umlage draufgerechnet werden. Als Endverbraucher zahlt man so derzeit rund 29 Cent für eine Kilowattstunde.

Bundeswirtschaftsministerium spielt Szenario durch

Das Bundeswirtschaftsministerium hat ein solches Szenario mit der Stilllegung von zehn Kohlekraftwerken (Braun- und Steinkohle) durchgespielt. Das Resultat: 10.000 Megawatt Leistung fallen weg. Dies ist für den aktuellen Wirtschaftsminister Gabriel von der SPD aber noch kein Grund um aktiv einzugreifen. Bis zum Jahr 2020 will er dennoch daran festhalten, rund 40 Prozent weniger Treibhausemissionen freizusetzen. Dieses Ziel hält Gabriel für realistisch. Fachleute sind sich allerdings einig, dass man dafür direkt mehrere Kohlekraftwerke abschalten müsse. Alleine aufgrund des Atomausstiegs bis zum Jahr 2022 könnte es bereits zu Engpässen in der Stromversorgung kommen.

Frank Schwabe, der klimapolitische SPD-Sprecher will sogar noch einen Schritt weiter gehen: Er will, dass die Klimaziele gesetzlich verankert werden. Der Druck auf das gesetzte Ziel für 2020 wäre somit erheblich höher. Hannelore Kraft – ebenfalls von der SPD und Ministerpräsidentin in NRW – will die Kohlekraftwerke hingegen erhalten. Auch für die nächsten Jahrzehnte würden diese zu NRW gehören, so Kraft. EON und RWE spielt dies in die Karten. Die beiden Versorger haben in Nordrhein-Westfalen ihren Sitz und setzen vorwiegend auf fossile Brennstoffe.

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