E-Autos sind für private Verbraucher weiterhin relativ unattraktiv

Nach Vorstellungen der deutschen Bundesregierung, soll das E-Auto bald schon in überwältigen Anzahlen auf deutschen Straßen unterwegs sein. Doch vom Massenfortbewegungsmittel ist das Elektroauto momentan noch weit entfernt, denn viele Verbraucher beziehen diese neue Art des Autos bisher nicht in ihre Autokaufsentscheidung mit ein. So sind bis heute nicht einmal 5.000 Elektroautos in Deutschland zugelassen worden.

Man müsse den Verkauf von Elektroautos also mit zusätzlichen, unterstützenden Maßnahmen also ankurbeln. Diese seien auch notwendig, um das Ziel der Bundesregierung zu erreichen, denn diese will 1 Million Elektroautos bis zum Jahr 2020 auf Deutschlands Straßen sehen. 

Auch die Prognose, die das Beratungsgremium NPE (Nationale Plattform Elektromobilität) jüngst abgegeben hat, sieht die Ziele der Bundesregierung als gefährdet. Denn unter den momentanen Umständen geht man bei der NPE davon aus, dass bis 2020 nur rund 600.000 E-Autos auf Deutschlands Straßen unterwegs sein werden. Preislich seien die Elektroautos in ihren Gesamtkosten für die privaten Verbraucher einfach noch nicht attraktiv genug.

Dies belegen auch die Statistiken, die man bei Frauenhofer-Institut vorgelegt hat. So seien momentan vor allem gut situierte Männer im Alter von 40 bis 50 mit Elektroautos unterwegs. Die Kaufentscheidung zum E-Auto würde dabei meist deshalb fallen, weil die Männer sich für diese technischen Neuerungen begeistern konnten. Hier ginge es also nicht unbedingt um den Kostenfaktor, sondern einfach den Fahrspaß am neuen Elektroauto. Zudem gibt es ein wohl bekanntes Reichweitenproblem beim E-Auto, das man nach 200 Kilometern schon wieder mit Strom auftanken müsste. All diese Faktoren stehen einer weiten Verbreitung des Elektroautos momentan also noch entgegen.

28. Mai 2012  |  DanielB

1 Kommentar

  1. Gerade für Pendler auf der täglichen Kurzstrecke wären die aktuell erhältlichen Modelle (Mitsubishi, Peugeot, Citroen, Nissan, Smart) der etablierten Anbieter interessant, würden nicht Preise um die 30.000 Euro aufgerufen. Renault will mit dem Zoe (ca. 20.000 Euro) zwar schon in die richtige Richtung, allerdings ist auch hier die Batteriemiete noch zu beachten.
    Kleine Fahrzeuge um die 8.000 – 10.000 Euro wären für viele Käufer sicherlich interessant, doch in dem Fall für die Industrie nicht lukrativ. Ein Teufelskreis also.

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