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EDAG präsentiert Leichtbaukonzept Light Cocoon aus 3D-Druck

EDAG präsentiert Leichtbaukonzept Light Cocoon aus 3D-Druck

2. März 2015

Die EDAG AG wird in Genf auf dem Auto-Salon ihr Leichtbaukonzept vorstellen. Mit dem Light Cocoon zeigen sie ein Fahrzeug, welches zum größten Teil durch das 3D-Druckverfahren hergestellt wurde und eine Außenhaut von Jack Wolfskin erhielt.

Natürlich stellt sich die Frage, was ein solcher Beitrag hier im Energieblog zu suchen hat und eine Antwort darauf sollt ihr erhalten. Schon im vergangenen Jahr zeigte die EDAG AG mit Hauptsitz in Wiesbaden anhand ihres Konzepts „Genesis“ wohin die Reise gehen wird. Mit Blick auf den 3D-Druck könnten Fahrzeuge also noch effizienter, besser und „anders“ gefertigt werden. Stichworte sind hier „Nachhaltigkeit“ und „Bionicle-Design“. So lassen sich dank dieses Druckverfahrens fast alle denkbaren Strukturen und Formen herstellen und dies wird mit dem „Light Cocoon“ in Genf noch deutlicher.

Ausführlicher Bericht dazu bei autophorie.de

Es wird sich etwas verändern und vor allem bei den Fertigungsverfahren dürfte dies erkennbar werden. Produktionskosten lassen sich merkbar senken, Flexibilität lässt mehr Individualität zu und Ressourcen werden geschont. Vor allem durch den 3D-Druck werden während der Produktion entstehen fast keine Abfallprodukte mehr, denn selbst Metalle lassen sich „drucken“ und formen. Werkzeuglos kann überall dort produziert werden, wo Bauteile benötigt werden. Der Transport von Materialien und Bauteilen lässt sich spürbar reduzieren. Produziert wird genau dort, wo die Teile auch tatsächlich benötigt werden.

EDAG Light Cocoon entstand aus dem Vorbild Natur

Die Natur wurde für dieses Leichtbaukonzept als Vorbild genommen und erst moderne bionische Konstruktionsverfahren ermöglichten einem solchen extremen Leichtbau. Ein Beispiel ist der Panzer einer Schildkröte, der im Querschnitt ein Gerippe zeigt und nur außen herum durch eine Schicht geschützt wird. Dieses Gerippe bringt jedoch eine ordentliche Stabilität mit. Ebenso nahm man sich bei der Produktion Blätter und Fledermausflügel als Vorbild, die ebenfalls ein Gerippe aufzeigen, wenn die Außenhaut entfernt wird.

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Die Erkenntnis daraus ist, dass Fahrzeuge nicht länger als eine geschlossene Fläche gesehen werden müssen. Es können also die Bauteile eines Fahrzeugs aus einem Gerippe gefertigt werden und bringen dennoch die notwendige Steifigkeit und Sicherheit mit. Die erkennbar verästelte Tragstruktur im Light Cocoon wird in Genf dank der LED-Beleuchtung für den Besucher erkennbar. Durch diese Art der Herstellung lässt sich enorm Gewicht einsparen. Bei einer Motorhaube sind dies rund 30 Prozent. Jetzt dürften wir uns diese Gewichteinsparung einmal auf das gesamte Fahrzeug betrachten.

Wie bereits eingangs erwähnt, besteht die Außenhaut des Fahrzeugs aus einem besonders belastbaren und witterungsbeständigen Stoff, der vom bekannten Outdoor-Ausrüster Jack Wolfksin gefertigt wird. Dieser wiegt pro Quadratmeter gerade einmal bis zu 19 Gramm. Es ist als durchaus gewagt zu bezeichnen, aber in der Zukunft sicherlich denkbar.

Leichtbau hilft auch der Elektromobilität

In der Elektromobilität wird vor allem die Reichweitenproblematik immer wieder als einer der großen Kritikpunkte hervorgezogen. Stattdessen sollte man vielleicht endlich einmal verstehen, dass heutige Elektroautos eine Reichweite mitbringen, die für ihren gedachten Einsatzzweck und Nische absolut ausreichend sind. Dennoch sind, so muss ich eingestehen, die Fahrzeuge noch viel zu schwer und die Batterietechnologien verbessern diesen Umstand nicht gerade. Sie sind eindeutig zu schwer und dank dieser Leichtbaukonzepte und neuen Konstruktionsverfahren könnte hier ein Stück entgegengewirkt werden. Während auf der einen Seite in der Batterieentwicklung etwas an Bauart und Gewicht getan werden muss, sich dabei sicherlich auch in der Reichweite etwas positiv verändern kann/wird, kann auf der anderen Seite ein derartiger Leichtbau, wenn auch vorerst nur ansatzweise, weiteres Gewicht durch die reine Karosserie einsparen.

Ausführlicher Bericht dazu bei autophorie.de

[icon name=”info-circle” class=”” unprefixed_class=””] Für den Besuch erhielt ich eine Einladung der EDAG. Diese übernahm die Reiseskosten. Auf meine Berichterstattung hatte EDAG jedoch keinerlei Einfluss.

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