Aus dem Meer wird der Strom der Zukunft generiert

Die erneuerbaren Energien werden immer weiter ausgebaut. Ziel ist es die Kernkraft langfristig zu ersetzen. Dabei wird insbesondere auf Wind und Sonne gesetzt, eine andere Energiequelle ist jedoch noch kaum erschlossen. Gemeint ist die ungestüme Kraft der Gezeiten, der Wellen und der Strömungen. Aber genau dieses Potential könnte die Kernkraft eines Tages ablösen. 

Eigentlich unverständlich wieso bei den erneuerbaren Energien meist nur an Wind und Sonne gedacht wird. Besteht unser Planet nicht zu über 70% aus Wasser? Der Platz und die Kraft sind also reichlich vorhanden. Bleibt bloß die Frage, wie diese genutzt werden soll. Die Internationale Energieagentur rechnet die verfügbare Energie der Wellen in allen Weltmeeren auf ungefähr 80.000 Terawattstunden im Jahr. Dies ist derzeit ca. das Vierfache vom weltweiten Bedarf.

Umsetzung der Energiegewinnung noch in der Probephase

Die Umsetzung der Energiegewinnung ist derzeit noch in der Probephase. Es wurde noch nicht ertragreich geschafft, eine entsprechende Anlage zu bauen. Alles was derzeit läuft, besteht hauptsächlich zu Forschungszwecken. Einzige Ausnahmen sind die südkoreanische Stadt Ansan, welche mehrere Hunderttausend Menschen mit Strom versorgt, sowie die Gezeitenkraftwerke in La Rance Frankreich, die Gleiches schaffen.

Derzeit nutzen Gezeitenkraftwerke jedoch nur einen kleinen Teil der Energie des Meeres. Profitabel wird es erst ab einem Höhenunterschied von Ebbe und Flut, welcher 5 Meter beträgt. In Deutschland ist dies nirgends der Fall. Aber in England, Irland, Frankreich, Spanien und Portugal wäre dies möglich. Insgesamt soll es über 100 Standorte für solche Anlagen geben.

Ein Potential, welches genutzt werden sollte

Dies ist Potential welches genutzt werden sollte. Die Energie der Meere ist immens. Dort errichtete  Kraftwerke sind kaum eine Belastung für die Umwelt, es werden keinerlei Schadstoffe ausgestoßen und auch Treibhausgase werden nicht produziert. Im Gegensatz zur Windenergie kann der Zeitraum der Energieerzeugung genau vorhergesagt werden. Es wird angenommen, dass Europa mit bis zu 20% aus Meeresenergie versorgt werden könnte. Insbesondere Großbritannien scheint an einer solchen Lösung interessiert zu sein.

Quelle: focus.de
Foto: flickr / KarstenHK
27. Februar 2012  |  DanielB

1 Kommentar

  1. Ich finde auch, dass die Nutzung der Mondenergie (in Form von Gezeitenkraftwerken) gegenüber Laufwasserkraftwerken und vor allem gegenüber Speicherwasserkraftwerken nur Vorteile bringt und kaum Nebenwirkungen hat. Auf jeden Fall wird die Treibhausgasproduktion dadurch nicht begünstig, was bei den oben genannten Wasserkraftwerksarten leider nicht immer der Fall. So begünstigen beide Formen nämlich die Methanproduktion. Und Methan ist noch klimaschädlicher als Kohlendioxid.

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