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Ladenetz und Reichweite seien wichtiger als die Kaufprämie

Ladenetz und Reichweite seien wichtiger als die Kaufprämie

6. September 2016

Die Kaufprämie startet schleppend und vor allem für VW-Betriebsrat Bernd Osterloh und dem Konzernchef Müller seien vor allem aber ein deutlich besser ausgebautes Ladenetz und die Reichweite wichtiger.

Ob die Kaufprämie (Umweltbonus) wirklich schleppend verlaufen, sei mal dahingestellt. Vor allem die Modellpflege mit größeren Reichweiten und neue Modelle können Gründe dafür sein, dass es weniger angenommen wird als erwartet. Einen größeren Sprung dürfte man vermutlich erst zwischen 2017/2018 wahrnehmen.

Am vergangenen Wochenende konnte bei der E-Mobil-Messe in Schwalmstadt-Ziegenhain Elektromobilität bei den beiden Entdeckertouren erfahren werden. Während all dieser Gespräche ist vor allem immer wieder der Name Tesla zu hören, die dank der Reichweiten ihrer Fahrzeuge und Supercharger-Netzwerk ein gutes Ökosystem geschaffen haben. Nicht so wie all diese Insellösung die es aktuell gibt, inklusive vom Status der jeweiligen Station. Ein negatives Beispiel was die Förderung von Schnellladestationen angeht wäre hier SLAM.

Nach Einschätzung von VW kann daher die Kaufprämie erst dann einen wirklichen Durchbruch erzielen, wenn entsprechende Investitionen in das Ladenetz getätigt und höhere Reichweiten erreicht werden. “Entscheidend ist die Kombination aus Preis, Reichweite und Infrastruktur zum Laden – insbesondere zum Schnellladen”, so Osterloh.

Generell unterschreibe ich dies so, wenn die Fahrzeuge in der Mittelklasse zwischen 300 und 400 Kilometer praxisnah können, dann wird es bereits besser. In den unteren Klassen müssen diese nicht unbedingt 400 Kilometer rein elektrisch zurücklegen können. Hier wäre alleine aus Kostengründen zwischen 200 und 300 Kilometer in der Praxis durchgehend bei allen Modellen wünschenswert.

Die Ladeinfrastruktur ist aktuell noch alles andere als lobenswert, auch wenn es sich verbessert. Bei der Blogparade „Die 3 großen Vorurteile der Elektromobilität“ gehe ich darauf nochmal ein. Denn häufig zeigen sich die geschilderten Probleme mit den Insellösungen eher auf Langstrecke und weniger bei den täglichen Fahrten die zurückgelegt werden.

Quelle: Automobilwoche

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