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Forschungsprojekt SLAM – Diskriminierung mit Niveau

Forschungsprojekt SLAM – Diskriminierung mit Niveau

15. Juni 2015

Die Headline spricht für sich und mir stößt bereits jetzt wieder einiges sauer auf, wenn ich an das Forschungsprojekt SLAM (Schnellladenetz für Achsen und Metropolen“ denke. Denn dieses bezieht lediglich den „europäischen Standard CCS“ mit ein.

Es ist nicht das einzige Projekt in dieser Richtung, was wieder gezielte Lenkung eines angeblichen Ladestandards vornimmt und dabei vor allem asiatische Marken ausschließt. Mit verschiedenen Maßnahmen will die Bundesregierung die Akzeptanz der Elektromobilität erhöhen und dazu gehöre eben auch die Entwicklung eines Stromtankstellen-Netzes, so bei elektroniknet.de zu lesen.

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Dabei stehen dem Forschungsprojekt 12,9 Millionen Euro zur Verfügung und alleine das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie pumpt dort 8,7 Millionen Euro hinein. Mit von der Partie ist BMW, Porsche, Daimler, VW, der deutsche Genossenverlag, RWTH Aachen, Universität Stuttgart, EnBW oder auch Fraunhofer. Natürlich können sich SLAM noch weitere Partner anschließen. Bis 2017 will man somit 600 Ladesäulen mit CCS in Deutschland aufstellen.

Ein Zitat von der Webseite: „Das Forschungsvorhaben SLAM hat ein Volumen von 12,9 Millionen €. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert das Projekt mit 8,7 Millionen €. Im Rahmen des Projekts sollen innerhalb der vereinbarten Laufzeit vom 01.01.2014 bis zum 31.08.2017 Geschäftsmodelle für den Betrieb von Schnellladesäulen in Metropolen und entlang der verbindenden Achsen untersucht werden und die Ergebnisse anschließend anhand eines CCS-Forschungs-Schnellladenetzes validiert werden. Alle Ladesäulen funktionieren nach dem europäischen Standard CCS (Combined Charging System). Auf die Einführung dieses Standards haben sich die im europäischen Verband der Automobilhersteller ACEA organisierten Unternehmen geeinigt. Spätestens ab 2018 ist CCS für die Ladeinfrastruktur verpflichtend.

Bis Mitte 2017 ist geplant, deutschlandweit bis zu 600 CCS-Schnellladesäulen verfügbar zu machen. 200 davon sollen von privaten Investoren aufgestellt und können vom BMWi gefördert werden. 200 weitere Säulen werden ohne Fördergelder von Konsortialpartnern errichtet. Weitere 200 Säulen sollen aus anderen Projekten zu SLAM assoziiert werden.“

Mir stößt das wirklich sauer auf, wieso man sich hier auf CCS beschränkt. Sieht man sich allerdings die Projektpartner an, so wird schnell deutlich woher dies kommt. Auf der anderen Seite gibt es allerdings auch Projekte, die sich einzig und allein auf CHAdeMO oder auch Typ 2 beschränken. Hier bin ich momentan eher von einem Schnellladenetz begeistert, welches Typ 2, CCS und auch CHAdeMO beinhaltet. Während meines Roadtrips nach Berlin konnte ich einige 3-in-1-Schnellladesäulen testen und war begeistert. Für mich vermitteln solche politisch stark gelenkten Forschungsprojekte ein falsches Bild und grenzen gezielt Marken aus.

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