Spatenstich für 700 MWh großen Batteriespeicher in Förderstedt
Vor wenigen Tagen erfolgte in Förderstedt der Spatenstich für Deutschlands größten Batteriespeicher. Die Anlage in Sachsen-Anhalt wird von Eco Power Three, einer Eco-Stor-Tochter, errichtet. Sie soll auf eine Leistung von 300 Megawatt und eine Kapazität von 700 Megawattstunden kommen.
Zwar erfolgte erst kürzlich der symbolische Spatenstich durch Prof. Dr. Armin Willingmann (Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt), Urban Windelen (Bundesgeschäftsführer des Bundesverbandes Energiespeicher Systeme BVES), Bernd Schneider (Vertreter des Netzbetreibers 50Hertz) sowie René Zok (Bürgermeister der Stadt Staßfurt) und Georg Gallmetzer (Geschäftsführung Eco Stor). Die vorbereitenden Baumaßnahmen zum Batteriegroßspeicher begannen aber bereits im Juli 2025.
Inzwischen sind bereits erste Arbeitsschritte zur Errichtung der eigentlichen Anlage im Gange, die auf einem acht Hektar großen Grundstück gebaut wird. Sie besteht aus drei Blöcken mit jeweils eigenständiger Infrastruktur. Diese modulare Bauweise soll eine gestaffelte Inbetriebnahme ermöglichen und für maximale Effizienz beim Bau und Betrieb sorgen, heißt es.
Zum Einsatz kommen Container-Stationen mit Wechselrichtern und Transformatoren, sowie Batteriemodule mit zusammen mehr als 600.000 Batteriezellen. Nach Fertigstellung soll der Batteriespeicher auf eine Leistung von 300 Megawatt und eine Kapazität von 700 MWh kommen. Dies soll ausreichen, um 500.000 Haushalte zwei Stunden lang versorgen zu können. Angeschlossen ist die Anlage an ein 110-kV-Umspannwerk mit Hochleistungstransformatoren.
„Der Bau des Energiespeichers in Förderstedt kann dank starkem Fundament durch die Investoren NIC und X-ELIO vollständig privat finanziert und ohne Einsatz öffentlicher Fördermittel erfolgen. Gleichzeitig profitiert die Gemeinde Staßfurt durch die Gewerbesteuereinnahmen, die ihr zu 90 Prozent zufließen werden“, so Eco Stor. „Wir verstehen Energiespeicher nicht nur als technische Anlagen, sondern als Schlüsseltechnologie für die Energiewende“, erklärt Georg Gallmetzer, Geschäftsführung Eco Stor.
Doch bis es so weit ist, wird es noch dauern. Laut den Projekt-Details soll die Inbetriebnahme erst im zweiten Quartal 2027 erfolgen und Deutschlands größter Batteriespeicher ans Netz gehen. Erst im Juni nahm Eco Stor einen 238-MWh-Speicher in Bollingstedt in Betrieb. Die geplante Anlage in Förderstedt, einem Ortsteil von Staßfurt, wird damit mehr als doppelt so groß.
Bild: Eco Stor


