Porsche Panamera als Elektroauto durch Kreisel

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Auf der diesjährigen Automesse in Salzburg zeigte sich mit dem Porsche Panamera 4S als Elektroauto eine Weltpremiere. Dieser stammt nicht direkt von Porsche, sondern ein konventioneller Panamera 4S wurde von der Kreisel Electric GmbH zum Elektroauto umgebaut. 

Das Fahrzeug bringt eine Leistung von ganzen 360 kW (489 PS) mit und soll eine Reichweite von bis zu 450 km besitzen. Hierfür sorgt ein Akku mit ganzen 90 kWh. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei bis zu 300 km/h. Innerhalb von 4,5 Stunden kann die Batterie mit einem 22 kW-Schnellladegerät geladen werden. Eine DC-Schnellladung gibt es bisher noch nicht, das Fahrzeug wird aber entsprechend dafür vorbereitet.

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Getüftelt wurde an diesem Prototyp bereits seit vergangenen Jahr, wo Kreisel im Oktober in ihrem Blog über den Umbau des Porsche Panamera 4S berichtete. Jetzt zeigte sich auf der Automesse in Salzburg das fertig Gefährt und der Elektroautor konnte sich vor Ort einen eigenen Eindruck davon machen.

Vor allem sei die Herausforderung gewesen, die Allrandtechnik beizubehalten und dies ohne Leistungsverlust. Man kombinierte das 7-Gang-Automatikgetriebe mit dem Elektromotor. Einen Unterschied erkennt man von außen und innen nicht mehr zum Ausgangsmodell. Selbst bei der Instrumententafel behielt Kreisel die Originale bei.

Ja, es geht und deutsche Autohersteller könnten sich daran sicher ein Beispiel nehmen. Allerdings dürfen wir bei diesen ganzen Reichweiten und Größen der Batterien nie vergessen, dass diese irgendwo untergebracht werden müssen. Das Fahrzeug besitzt am Ende ein entsprechendes Gewicht und vom Ladevolumen dürfen wir uns fast verabschieden. Irgendwo muss es ja einen Haken geben. Dennoch wird deutlich, wer auf das Ladevolumen verzichten mag, der kann ein Fahrzeug als Umbau mit Elektromotor bekommen.

Quelle: ecomento.tv
Foto: Kreisel Electric GmbH

Über DanielB 1350 Artikel
Fasziniert von der Elektromobilität und alternativen Antriebstechnologien, gelernter Elektroniker, Journalist und Blogger, liebt die Technologie im Fahrzeug (Vernetzung, Infotainment). Mehr über mich danielboe.de

3 Kommentare

  1. Die Akkus wurden bei diesem Fahrzeug so in den Unterboden (T-förmig) integriert, dass es 0 Einschränkungen beim Ladevolumen gibt.

    Der Kofferraum ist genau so groß (oder klein) wie bei der Benzinversion.
    D.h. diesen (angeblichen) Haken kann man abhacken. ;-)

    • Danke dir für dein Feedback dazu und die Ergänzung. Dann soll das schon einmal passen. Weißt du wie genau die das beim Caddy gelöst haben? Beim BMW 3er sieht es ja anders aus…

  2. Falls du beim 3-er BMW die Module im Kofferraum meinst – das sind optionale Akkus, die als elektrischer Range Extender fungieren sollen. Der hat genau so den Akku im Unterboden, da wo normal der Tank sitzt und im Bereich des Mitteltunnels.
    Ob das so in Serie gehen kann, ist jedoch fraglich, da es bei Crash-Tests problematisch sein könnte.… ist also mehr Prototypen-Stadium.

    Beim Caddy ist Platz Ende nie im Unterboden unter der Ladefläche. Da gingen vermutlich sogar noch mehr als 60 kWh hinein. Also – alles nur eine Frage des Wollens.

    Emobile Grüße,
    http://www.elektroautor.com

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