Vielfalt im Biomasse-Bereich wird angestrebt

Bereits bei Schnee und Eis blüht in Poel, einer Ostseeinsel schon der Raps in leuchtend gelben Farben. Speziallampen unter einem Glasdach offenbaren den Pflanzen eine warme Witterung und schönen Sonnenschein. Die Forscher der Norddeutschen Pflanzenzucht Hans-Georg Lembke KG können auf diese Weise schnell und effektiv die Sorten selektieren und kreuzen. Ein Raps, der gegen Krankheitserreger resistent ist und weniger Pflanzenschutzmittel benötigt ist das Ziel. Dies spare Geld und sei zudem gut für die Umwelt, so Werner Paulmann, einer der Rapszüchter der Region. 

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Fast 2500 ähnliche Projekte werden von der bundeseigenen Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe seit 20 Jahren durchgeführt. Rund 670 Millionen Euro Fördergelder lösten beinahe eine Milliarde Euro Investitionen in stark risikoreiche Forschungsvorhaben aus. Dies könne der Energiewende in Deutschland zugute kommen. Mitte April soll ein Kongress in Berlin die Ergebnisse der Projekte analysieren.

Das „Gold des Nordens“, der Raps zählt dabei zu den Top Ten. Die hohe Energiedichte der Pflanze hat allerdings Nebenwirkungen. Die 900.000 Hektar an Anbaufläche für den Raps produzieren deutlich mehr Treibhausgase. Bis 2017 muss der Ausstoß der Treibhausgase durch den Raps rund 50 Prozent weniger betragen. Ansonsten ist der Raps raus – raus aus dem Biosprit. Das Thünen-Institut in Braunschweig sucht daher nach klimaschonenden Anbaumethoden für die Ölsaat und investiert dabei rund drei Millionen Euro Fördergeld in fünf Feldversuche von 2012 bis 2015.

22. März 2013  |  DanielB

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