Warum ich mich für eine BahnCard entschied…

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Mit der Bahn fahren hat auch ein Stück weit mit Elektromobilität zu tun. Seit Jahren bin ich Besitzer einer BahnCard 25 und lebe das Thema Mobilität. Im ersten Schritt möchte ich euch jedoch davon erzählen, wieso ich mich für eine BahnCard entschied. 

Es begann alles mit meiner Ausbildung im Sommer 2007 zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik – oder auch Elektriker genannt. Geld für ein eigenes Auto hatte ich nicht. Dennoch hieß es gute 25 Kilometer zwischen Wohnort und Ausbildungsstätte zu überbrücken. Ein Vorteil von meinem Wohnort Schwalmstadt-Treysa ist sicherlich die Bahnanbindung inklusive IC-Halt.

Etwas blauäugig kaufte ich damals die BahnCard 25 für ein Jahr. Blauäugig aus dem Grund, weil mir schlichtweg die komplizierten Regelungen mit Fahrkarten für DB-Fahrten und Verkehrsverbünden. Noch blöder ist, dass ich für meine Fahrt von Treysa nach Stadtallendorf zwar im „DB-Tarif“ fahre, aber irgendwie durch den bei mir verfügbaren NVV und dem in Stadtallendorf geltenden RMV genau dazwischen geraten bin. Kurz: Meine gekauften Fahrkarten konnten nicht mit der BahnCard gekauft werden. Die genauen Details würden diesen Beitrag allerdings sprengen. Kurz um konnte ich die BahnCard also für meinen Weg zur Ausbildungsstätte nicht nutzen. Es sei denn ich würde mit dem IC fahren.

Nun, zu meiner damaligen Zeit war ich jedoch u.a. als Admin in der ESL (Electronic Sports League) tätig und fuhr quasi quer durch die Bundesrepublik zu verschiedenen Veranstaltungen. Immerhin konnte ich dafür die BahnCard 25 nutzen. Innerhalb der kommenden Jahre intensivierte sich dies, hinzu kamen Turniere und Events eigener Teams. Hinzu kam dann der Start dieses Blogs in 2010, wofür ich anfing Messen, Events und Unternehmen zu besuchen. In der Zwischenzeit hatte ich auch ein eigenes Auto. Erst einen alten Ford Fiesta und dann einen VW Golf II. Günstig waren Fernreisen nicht, somit griff ich auch hier zunehmend auf die Bahn. Die Reisen intensivierten sich zunehmend im Laufe der Jahre.

„Im Großen und Ganzen dürftet ihr aber einen kleinen Eindruck gewonnen haben, weshalb ich mich so entschied. Viel wichtiger noch: Warum ich mich dazu entschied trotz eigenem Pkw Mobilität zu leben.“

So begann ich, jedes Jahr die BahnCard wieder zu verlängern. Entscheidend waren hierbei auch immer wieder meine Kostenrechnungen: Was kostet mich die Fahrt mit dem eigenen Pkw? Wie viel mit der Bahn? Was spare ich mit der BahnCard 25? Und ganz wichtig ist die Frage am Ende: Lohnt sich die Anschaffung der BahnCard wirklich für mich, oder lege ich am Ende sogar drauf, weil ich diese schlichtweg zu wenig nutze? Meine Rechnungen ergaben immer wieder, dass sich die BahnCard 25 auszahlte und es aufgrund meiner beruflichen Veränderungen jetzt sogar noch mehr tut. Ich könnte jetzt noch weiter ausschweifen und sämtliche Beweggründe erzählen. Würde allerdings den Rahmen sprengen. Im Großen und Ganzen dürftet ihr aber einen kleinen Eindruck gewonnen haben, weshalb ich mich so entschied. Viel wichtiger noch: Warum ich mich dazu entschied trotz eigenem Pkw Mobilität zu leben.

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Weshalb entschied ich mich aber jetzt zu einer BahnCard 25 und nicht BahnCard 50 oder gar 100? Die BahnCard 100 fällt komplett raus, dafür nutze ich die Bahn schlichtweg zu wenig und es rechnet sich für mich nicht. Die BahnCard 50 gibt 50 Prozent Rabatt auf Flexpreise aber nur 25 Prozent auf Sparpreise innerhalb Deutschlands. Die BahnCard 25 hingegen 25 Prozent Rabatt auf Flex- und Sparpreise. Häufig stehen meine Reisen schon lange vorher fest. Flexpreise benötige ich in der Regel gar nicht. Mir genügt in 90 Prozent der Fahrten der Sparpreis. Dem gegenüber steht ein Anschaffungspreis (2. Klasse) von 62 Euro im Jahr (BC 25) und 255 Euro im Jahr (BC 50). Neben diesen Rabatten gibt es aber noch weitere u.a. bei Call a Bike – was ich bisher noch gar nicht nutzte – Mietwagen, Flinkster oder auch für Fahrten mit dem IC Bus. So ganz nebenbei nehme ich zudem am BahnBonus-Programm teil. Wodurch sich bisher ebenfalls noch einige Rabatte oder Nettigkeiten ergeben haben.

Am Ende des Tages bleibt es dabei, dass ich weiterhin die BahnCard beziehen werde. Egal wie oft die Deutsche Bahn Verspätungen hat. Abbringen werden mich diese nicht mehr davon, häufig Fahrten lieber mit der Bahn wie mit dem eigenen Pkw durchzuführen. Hinzu kommt übrigens, dass ich gar kein eigenes Auto mehr besitze. Dieses wurde Ende 2015 abgeschafft. Mein Job ermöglicht es allerdings, öfter mal auf ein Auto zugreifen zu können.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde nicht von der Deutschen Bahn finanziert. Er spiegelt alleine meine Erfahrung und Meinung wider.

Über DanielB 1350 Artikel
Fasziniert von der Elektromobilität und alternativen Antriebstechnologien, gelernter Elektroniker, Journalist und Blogger, liebt die Technologie im Fahrzeug (Vernetzung, Infotainment). Mehr über mich danielboe.de