24h-eBike-Rennen am Nürburgring und einmal Nordschleife

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Im Mai fand das alljährliche 24-Stunden-Rennen am Nürburgring statt. Dort wo sich die Rennboliden in der Eifel ganze 24 Stunden gegeneinander in unterschiedlichen Klassen messen müssen. Doch es gibt das 24-Stunden-Rennen für Fahrräder ebenfalls in unterschiedlichen Klassen. 

So mit Rennrädern, Mountainbikes (gesonderte Strecke) und eBikes. Zusätzlich gibt es noch ein Jedermannrennen, Tourenfahren, Zeitfahren und U17/U19-Rennen. Wie ernsthaft? Ein eigenes Rennen mit dem eBike? Ich war wirklich überrascht, weil ich bis dato noch nichts davon gehört hatte.

Auch wenn diese Veranstaltung nicht die Masse wie beim Autorennen anzieht, so ist es doch etwas Besonderes diese Rennstrecke in der Eifel zu fahren und die Gemeinschaft zu haben. Vom 24. bis 26. Juli  findet es statt und zum zweiten Mal wird auch das 24h-eBike-Rennen veranstaltet. Im Vordergrund soll hier grundsätzlich allerdings eher der Fahrspaß stehen.

„Wir wollen die sportliche Seite der eBikes erlebbar machen, denn von der Idee, eBikes und Sport zusammenzubringen, sind wir überzeugt“, erläutert Claus Fleischer, Leiter des Produktbereichs Bosch eBike Systems, den Schritt, das 24h-Radrennen auf dem Nürburgring um eine eBike-Variante zu erweitern. Finde ich gar nicht so übel, wenn man dadurch diese Technologie auf Herz und Nieren testen kann.

Wie ist der Rennmodus und welche eBikes sind zugelassen?

Zugelassen sind hier Pedelecs mit unterschiedlichen Antriebskonzepten und dürfen die maximale Antriebsunterstützung von 25 km/h nicht überschreiten. Im Gegensatz zur Rennrad- und MTB-Variante des Streckenverlaufs fahren die eBikes auch über die „Steilstrecke“ mit einer Steigung von ganzen 27 Prozent. Also um das gleich einmal festzuhalten: Pedelecs helfen nur bis Geschwindigkeiten von 25 km/h mit und danach ist der Fahrer auf sich allein gestellt. Von gemütlich kann bei einem 24-Stunden-Rennen sicher nicht gesprochen werden.

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Es dürfen ausschließlich die 25 km/h-Antriebe eingesetzt werden und die Teams bestehen aus 4 Fahrern. Ganze 25 km misst der gesamte Streckenverlauf, der aus der Grand Prix-Strecke und der Nordschleife besteht. Bis zu 100 km/h wurden in der Fuchsröhre schon gemessen und es gilt rund 80 Kurven und 500 Höhenmeter zu überwinden.

Einmal Nordschleife mit dem eBike – ich tue es!

Es gibt die Möglichkeit einmal die Nordschleife mit dem eBike zu erfahren und dabei die Technologie kennenzulernen. In diesem Jahr war ich zum zweiten Mal beim 24-Stunden-Rennen und konnte die Rennboliden sehen. Dabei gab es die Möglichkeit mit dem Elektroauto einmal die Nordschleife zu fahren. Im Nissan LEAF ging es dann einmal über die Rennstrecke und die hat es durchaus hin sich.

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Bosch eBike-Systems hat sich dazu entschlossen, in diesem Jahr einigen „Testwilligen“ eben genau diese Möglichkeit zu geben. Lange hat es nicht gebraucht, bis ich mich dazu durchringen konnte. Nicht nur das, es geht auch über die Grand-Prix-Strecke. Was bin ich gespannt und freu mich riesig darauf. Anschließend geht es in die Box 22 zum Bosch-Team, wo noch die Möglichkeit für ein Gespräch besteht. Noch weiß ich allerdings nicht welches Modell mich erwarten wird und ein wirklich guter Radfahrer bin ich auch nicht. Etwas anders macht es übrigens Jens, der eine Teilstrecke der Tour de France fahren wird. Ehrlich, das wird für ihn ein richtiges Brett werden.

nordschleife-streckenprofil

Was mich betrifft, bin ich auf die Technologie eines eBikes gespannt. Bisher habe ich da keinerlei Berührung gehabt und will wissen, wie sich ein Elektromotor am Fahrrad anfühlt, der wohlgemerkt nur bis 25 km/h mitarbeitet und du als Mensch den Motor und den Akku zusätzlich mitführst und höhere Geschwindigkeiten ohne Unterstützung meistern musst.

Über DanielB 1352 Artikel
Fasziniert von der Elektromobilität und alternativen Antriebstechnologien, gelernter Elektroniker, Journalist und Blogger, liebt die Technologie im Fahrzeug (Vernetzung, Infotainment). Mehr über mich danielboe.de

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