Elektrofahrräder in der Cloud – auf der CeBIT zeigten Forscher intelligente Fahrräder

Die CeBIT 2013 ist seit einigen Tagen zu Ende und stand ganz unter dem Motto „Shareconomy“ und auch die Vernetzung von Endgeräten untereinander fand erneut sehr großen Anklang. Es gab jedoch auch Themen die etwas ins Abseits gerutscht sind. So zum Beispiel die neue Entwicklung einer FH-Forschergruppe um Prof. Dr. Thomas Ritz, welche den Energieverbrauch und die Einsparung gegenüber anderen Fortbewegungsmitteln wie Auto auf das Smartphone oder im Internet darstellt.

bike

Besucher der CeBIT konnten sich auf ein Pedelec setzen und lostreten. Ein angebrachter Sensor misst die Energie die der Fahrer aufbringen muss und wie viel Energie der Elektromotor im Rad beisteuern muss bei einer Steigung. Die gesammelten Daten werden dann in eine Cloud geschickt und können sich am Smartphone angezeigt lassen werden oder auch im Netz dargestellt. Ein Beispiel möchte ich aus der Pressemeldung zitieren:

„Es ist aber auch möglich, die Daten im Netz darzustellen. Ein Beispiel für eine zukünftige Anwendung: Ein Unternehmen stellt seinen Mitarbeitern eine Flotte von Pedelecs zur Verfügung. Im Internet kann man dann nachsehen, wie viel Energie die Mitarbeiter durch den Verzicht auf das Auto eingespart haben und welche Abteilung die meisten Kilometer zurückgelegt hat.“

Im ersten Augenblick handelt es sich dabei um eine technische Spielerei und noch ist uns der Mehrwert daraus nicht ganz schlüssig geworden. Am Beispiel wird aber vor allem durch den ersten Punkt deutlich wohin der Weg gehen soll. Während sich in Unternehmen in den Abteilungen untereinander eine Art „Wettkampf“ entwickeln könnte, ist der Gedanke in Richtung Aufklärung und Bewusstsein wesentlich besser.

Menschen müssen ein Gespür für Rohstoffe und Energie bekommen, mit einem direkten Vergleich gegenüber konventionellen Fortbewegungsmitteln wie das Auto, dürfte dies noch deutlicher werden. Diesen Ansatz finden wir wesentlich besser gelöst.

E-Bikes oder auch Pedelecs erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Aber wirklich neu sind sie nicht, denn Fahrräder mit einem zusätzlichen Motor gibt es schon länger. Bisher griffen aber vor allem ältere Menschen eher darauf zurück. Mittlerweile scheint sich daraus ein Trend zu entwickeln. Wer kennt es nicht? Etwas längerer Weg an die Arbeit, man möchte aber nur ungerne verschwitzt dort ankommen. Dagegen hilft ein Fahrrad mit Elektromotor weiter. Günstiger als ein eigenes Auto und somit besonders für die City gedacht. Gleichzeitig kann der Elektromotor eingestellt werden und die eigene Kraft die eingesetzt werden muss selbst geregelt werden.

lidl

Dies wird mir auch in den Discountern immer wieder deutlich wenn ich einkaufen muss. Diese scheinen den Trend erkannt zu haben und bieten etliche E-Bikes an. So auch Lidl mit ihrer Auswahl an Elektro-Fahrrädern. Was die City-Räder angeht, kann ich es sogar noch nachvollziehen aber Mountainbike mit Elektromotor finde ich jedoch leicht ironisch und verfehlt für meine Begriffe den Sinn und Zweck eines E-Bikes.

19. März 2013  |  DanielB

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*