Plasmaleuchten bieten einzigartige Vorzüge

In Breitungen, einer kleinen Gemeinde im Südwesten von Thüringen, entsteht die Plasmaleuchte, ein innovatives Beleuchtungssystem, das ein angenehmes Licht spendet und dabei nur wenig Energie verbraucht.

Eine Kombination dieser Eigenschaften suchten Verbraucher bisher vergeblich. Die durch aktuelle Energiesparlampen erzeugte Lichtatmosphäre wird von vielen als kalt empfunden. Sie sehnen sich nach dem wohlig warmen Licht der Glühbirne, die jedoch aufgrund ihrer schlechten Energieeffizienz ökologisch nicht mehr tragbar ist und demnach vom deutschen Markt verbannt wurde. Die entstandene Lücke könnte die Plasmaleuchte schließen. 

Erfunden wurde die Plasmaleuchte vom deutschen Ingenieur Klaus Wammes. Sie geht aus einem Industrieprojekt hervor, das zum Ziel hatte, Displays mit bedingungsloser Zuverlässigkeit zu entwickeln. Während die anderen Experten der Projektgruppe die LED-Technologie bald favorisierten, hielt Wammes an seinem Konzept fest und trieb es eigenständig zur Marktreife.

Mit einem Durchmesser von gerade mal 3 Millimetern wirkt das neuartige Leuchtmittel wie eine Spaghetti, die von einem intensiven Licht erfüllt ist. Die dünne, flexible Röhre wird mit einem Edelgasgemisch unter Niederdruck befüllt. Werden die Gasmoleküle mit Elektronen beschossen, entstehen kurzfristige elektrostatische Verbindungen. Beim Auflösen dieser Verbindungen strahlen die Gasmoleküle die durch die Anregung gewonnene Energie wieder als Licht ab. Die Plasmaleuchte zählt somit zu den Niederdruck-Entladungslampen.

Das diffuse Licht der Plasmaleuchten empfinden viele nicht nur als besonders angenehm, es bringt auch praktische Vorzüge mit sich. Diese neue Art von Lampe erzeugt kaum Schatten oder Reflexblendungen und eignet sich somit ideal zur Beleuchtung von Arbeitsstätten in Innenräumen. Da Plasmaleuchten außerdem über ein großes Farbspektrum verfügen, können sie ausgezeichnet das Tageslicht simulieren, was nachweislich zur Steigerung der Leistungsfähigkeit von Menschen verhilft, die in ausschließlich künstlich beleuchteten Räumlichkeiten arbeiten. Zudem kann die Plasmaleuchte an Orten eingesetzt werden, wo eine große Hitze vorherrscht. Ein Betrieb bei Temperaturen zwischen -35 bis +150 Grad Celsius ist möglich.

Da Plasmaleuchten bisher noch aufwändig herzustellen und folglich zu teuer für den Massenmarkt sind, ist die Licht-Innovation aus Thüringen aktuell nur für das Projektgeschäft vorgesehen. Dort hat das unter dem Markennamen V-Light geläufige, modulare Beleuchtungssystem allerdings schon einige Fans für sich gewinnen können. Die einzigartigen Vorteile der Plasmaleuchte sprechen eben für sich.

Damit gewinnt die Plasmaleuchte sicherlich einen großen Reiz und dürfte in der Zukunft eine Alternative zur LED sein.

27. August 2012  |  DanielB

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