Photovoltaik contra Brandschutz – Feuerwehr machtlos

Auch bei einem Feuer können Photovoltaikanlagen weiterhin Strom produzieren, solange sie nicht durch das Feuer zerstört werden. Für Feuerwehren kann dies jedoch lebensgefährlich werden. „Solange es hell ist, produzieren die Module Strom und stehen unter Spannung. Diese Spannung lässt sich auch nicht abschalten. Bis zu 400 Volt liefern die zusammengeschalteten Module. Alles über 42 Volt ist aber tödlich für den Menschen.“, so Professor Bernd-Jürgen Vorath, Wissenschaftlicher Beirat des Instituts Privater Bauherren.

Solange die Module Spannung liefern, können Feuerwehren die Module nicht abschalten oder unter ihnen löschen. Zu groß ist die Gefahr eines elektrischen Stromschlags. Inzwischen halten sie sich sogar fern und lassen Dachstühle kontrolliert abbrennen. Nur mit einem speziellen Schaumteppich können die Module abgedeckt und die Spannung unterbrochen werden. Problematisch ist dabei jedoch, dass viele kleine Feuerwehren nicht über die nötige Ausrüstung verfügen.

Ein Abstand zwischen den Modulen könnte jedoch auch hilfreich sein. So würden rund 15cm zwischen den Modulen ausreichend sein. Bei einer entsprechenden Dachgröße gehen Bauherren allerdings schnell mehrere wertvolle Kilowatt verloren. Es gilt einiges an Nachholbedarf was die Ausrüstung vieler freiwilligen Feuerwehren und diese Information gegenüber Bauherren betrifft.

Quelle: Schwälmer Bote (Ausgabe: Sonntag 12.02.2012)
16. Februar 2012  |  DanielB

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