Sicherer Umgang mit Strom

Bereits gestern habe ich auf Gefahren durch den elektrischen Strom hingewiesen. Auch eine geschmolzene CEE-Steckdose inklusive Stecker befand sich darunter. Strom wird heute als selbstverständlich angesehen und oft wird vergessen, welche Gefahren von elektrischen Strom ausgesehen. Der Verein „Deutsches Kuratorium für Sicherheit in Heim und Freizeit e.V. (DSH) hat in einer Broschüre auf der Light&Building auf den sicheren Umgang mit Strom hingewiesen. Hier erhaltet ihr eine kleine Zusammenfassung aus den Inhalten.

Jeder von uns hat sicherlich schon mal einen elektrischen Stromschlag selber fühlen können oder miterlebt. Bereits kleinste Reibungen sorgen für eine statische Aufladung und kann für einen Funkenflug sorgen. Bereits Stromstärken im Milliampere-Bereich können tödlich für den Menschen ausgehen. Entscheidend ist allerdings noch neben der Stromstärke auch die Einwirkdauer. Eine ausführliche Erklärung zu diesem Thema findet sich auf Wikipedia wieder.

Doch noch ein weiteres großes Problem stellt der Strom dar. Die Brandgefahr durch Haushaltsgeräte und technische Geräte allgemein sollte nie! unterschätzt werden.Technische Defekte, Kurzschlüsse oder Elektrogeräte, welche nicht rechtzeitig abgeschaltet worden sind, sind die wohl häufigsten Ursachen der Brände in Haushalten. Beste Beispiel ist hierfür eine nicht abgeschaltete Kochplatte (Anmerkung: Induktionsplatten haben dieses Problem nicht mehr, diese funktionieren nur mit speziellen Kochtöpfen und strahlen keine Wärme mehr aus und funktionieren nur dann, wenn sich ein passender Topf auf der Platte befindet).

Anhand dieser zwei Punkte gibt es viele Dinge, die beachtet werden sollten beim Umgang mit dem elektrischen Strom. Bereits beim Kauf sollte darauf geachtet werden, ob sich ein GS-Zeichen darauf befindet. Dies steht für „Geprüfte Sicherheit“ und bescheinigt, dass ein Produkt den Anforderungen des Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (GPSG) entspricht. Die „CE-Kennzeichnung“ selbst reicht oft nicht als sicherer Schutz aus. Dies steht lediglich dafür, dass das Gerät den Bestimmungen der EU entspricht und wird vom Hersteller selbst vergeben.

Trotzdem kann hier kein ausreichender Schutz gewährleistet werden. Vor allem Steckdosenleisten der niedrigsten Preisklasse besitzen nur das CE-Zeichen und sind oft sehr anfällig für Kurzschlüsse und stellen somit eine erhöhte Brandgefahr dar. Besser wäre es, wenn die Steckdosenleiste nicht nur das „GS“-Zeichen, sondern auch noch zusätzlich das „VDE“-Zeichen beinhaltet. Dann kann davon ausgegangen werden, dass genügend Sicherheit besteht. Die Anweisungen in der Betriebsanleitung müssen auf jedenfall eingehalten werden.

Prüfzeichen

Ihr solltet also schon beim Kauf auf gewisse Punkte achten. Wenn ihr einen Defekt an euren Geräten entdeckt, oder euch etwas merkwürdig vorkommt, lasst es von einem Fachmann kontrollieren. Sicherlich kann jeder halbwegs geübte Laie einen Stecker tauschen, eine Steckdose tauschen, oder aber ein Kabel verlängern. Dem Laie fehlt jedoch noch das notwendige Wissen bezüglich fachgerechter Installation und welche Artikel für welchen Zweck genutzt werden dürfen. Defekte Stecker oder Kabel gar nicht erst weiter verwenden. Hier kann ein enorm hoher Schaden durch einen Kurzschluss entstehen. Oft gehen Stecker kaputt, da sie am Kabel aus der Steckdose gezogen werden, nicht aber am Stecker selbst. Zwar ist jeder Stecker intern mit einer Zugentlastung versehen, ist jedoch nicht sicher bei ständiger Belastung durch Zug und nicht dafür vorgesehen.

Der letzte Tipp von mir: Werden Geräte ungewöhnlich warm, sofort vom Stromnetz trennen und einen Fachmann schauen lassen. Hier besteht hohe Brandgefahr.

Ich hoffe dieser kleine Beitrag konnte euch ein wenig weiterhelfen und wird auch in Zukunft euch unterstützend begleiten.

24. September 2010  |  DanielB

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