Energiequellen
Merkel will Energiewende forcieren
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will noch vor der Sommerpause zentrale Entscheidungen bei der Umsetzung der Energiewende herbeiführen. “Bis Anfang Juni wird die Bundesregierung für die bundesweite Netzentwicklungsplanung für den weiteren Ausbau der Stromtrassen einen Entwurf erarbeiten, der bis Jahresende Gesetz werden soll”, sagte Merkel der “Rheinischen Post” (Freitagausgabe). “Ende Mai spreche ich mit den Ministerpräsidenten über das Thema”, kündigte die Regierungschefin an.
In der Energiewende liege “eine große Chance für unsere Industrie, die der Welt bei erneuerbaren Energien und Energieeffizienz viel zu bieten hat”, sagte Merkel. Mittelfristig schlägt die Kanzlerin überdies ein Energieministerium vor, in dem alle Kompetenzen gebündelt werden. “Wenn der Atomausstieg endgültig geschafft ist, kann ich mir vorstellen, die Energiepolitik in einem Haus zu bündeln”, sagte die Kanzlerin.
(dts Nachrichtenagentur) Foto: Lizenziert durch Depositphotos.com/tarakiSolarwirtschaft greift Rösler an
Der Bundesverband der Solarwirtschaft hat scharfe Kritik an Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) geäußert. Dessen Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig machte in der “Saarbrücker Zeitung” (Freitagausgabe) die Politik für die aktuellen Insolvenzen und Stilllegungen in der Branche verantwortlich. Mitten in einer Phase eines besonders harten internationalen Wettbewerbs sorge die Bundesregierung mit der geplanten zusätzlichen Kürzung der Solarförderung für massive Unsicherheiten.
“Wenn sie so weitermacht, wird Deutschland als Standort dieser Zukunftstechnologie an Attraktivität verlieren”, sagte Körnig. Er sehe aktuell “mehrere Zehntausend” der etwa 100.000 Arbeitsplätze gefährdet. Körnig sagte, die geplante zusätzliche Kürzung der Solarförderung sei die vierte Änderung der Einspeisevergütung in drei Jahren. weiterlesen →
Solarbranche: Haseloff droht mit Ablehnung der Subventionskürzung im Bundesrat
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat vor dem Hintergrund des Rückzugs des US-Unternehmens First Solar aus Frankfurt an der Oder und des Verlustes von 1.200 Arbeitsplätzen indirekt mit einer Ablehnung der Subventionskürzungen im Solarbereich im Bundesrat gedroht. “Für die Solarindustrie geht es derzeit ans Eingemachte, weil die Märkte tief verunsichert sind, so dass selbst bei einigermaßen gesicherten Rendite-Erwartungen kaum Kapital aufzutreiben ist”, sagte er der “Mitteldeutschen Zeitung” (Donnerstag-Ausgabe) und forderte überdies:
“Jetzt sind sehr schnell deutliche Worte des Wirtschafts- und auch des Umweltministers erforderlich, um Klarheit darüber zu gewinnen, wie sich die Bundesregierung zur Solarbranche positioniert. Davon hängt auch unser Abstimmungsverhalten im Bundesrat ab. Wir müssen vermeiden, dass das Ganze wie ein Kartenhaus zusammen fällt.” Die Abstimmung über die Kürzung der Solarförderung findet am 11. Mai statt; der Bundestag hat bereits mit Ja votiert. weiterlesen →
Von der Mülldeponie zur Solaranlage
In Hessen wurde auf einer ehemaligen Mülldeponie die größte Solaranlage des gesamten Bundeslandes errichtet. Das Projekt verschlang zwar insgesamt rund 15 Millionen Euro, arbeitet dafür aber äußerst effektiv, so dass künftig etwa acht Millionen Kilowatt Strom in dieser Anlage erzeugt werden können. Die Stadt Dreieich hatte eigens für dieses Mammutprojekt die Main-Solarpark GmbH gegründet, eine Bietergemeinschaft, die im Sommer 2011 den Zuschlag für dieses Projekt erhielt.
Die Zeit war knapp, denn bis zum 31. Dezember desselben Jahres musste die Montage abgeschlossen sein, wollte man doch die bis dahin geltende höhere Einspeisevergütung voll ausnutzen können. Bereits seit vielen Jahren ist der Verein Sonneninitiative um eine Ausweitung der Solarnutzung bemüht und hat in dieser Zeit nahezu 100 Projekte auf den verschiedensten Dächern in Hessen realisiert. weiterlesen →
US-Konzern First Solar will deutsche Werke schließen
Der Photovoltaik-Konzern First Solar wird am Ende des Jahres sein Werk in Frankfurt (Oder) schließen. Das teilte der US-Konzern am Dienstag am Firmensitz in Tempe im US-Bundesstaat Arizona mit und bestätigte damit einen entsprechenden Medienbericht. Für das Werk und die 1.200 Beschäftigten soll im letzten Quartal des Jahres Schluss sein.
Wegen der schlechten Branchensituation befinden sich die Mitarbeiter bereits seit März in Kurzarbeit. Das Werk in Mainz soll voraussichtlich ebenfalls geschlossen werden. Grund für die Schließungen sei die negative Entwicklung des europäischen Marktes. weiterlesen →
Leopoldina-Präsident: Energiewende stellt gesamte Gesellschaft vor große Herausforderungen
Nach der Katastrophe von Fukushima hat die Leopoldina als Nationale Akademie der Wissenschaften der Bundesregierung Empfehlungen für die Umsetzung der Energiewende gegeben: Nach Meinung des Leopoldina-Präsidenten Jörg Hacker stellt diese Wende aber die gesamte Gesellschaft vor große Herausforderungen. Das betonte der Wissenschaftler in einem Gespräch mit der “Mitteldeutschen Zeitung” (Montagausgabe). Insgesamt sei ein Umdenken nötig, das wissenschaftlich begleitet werden müsse, so Hacker. weiterlesen →
Solarhersteller Conergy will 2012 operativ wieder schwarze Zahlen schreiben
Philip Comberg, Vorstandschef des Solarherstellers Conergy will 2012 operativ wieder schwarze Zahlen schreiben: Comberg, der erst seit drei Monaten im Amt ist, sieht sein Unternehmen inzwischen auf einem guten Weg. “Wir haben 2011 einen Kapitalschnitt gemacht, aus unseren Fehlern gelernt und kommen endlich voran: Im ersten Quartal dieses Jahres haben wir zum ersten Mal seit dem Börsengang mehr eingenommen, als wir ausgegeben haben”, sagte Comberg dem Nachrichtenmagazin “Spiegel”. Conergy habe seit 2011 erfolgreich an einer Restrukturierung gearbeitet. weiterlesen →
Japanischer Atomkonzern Tepco soll verstaatlicht werden
Das Atomunglück in Fukushima liegt etwa ein Jahr zurück. Das Ausmaß wurde aber erst jetzt wirklich offensichtlich. Denn das Gebiet ist unbewohnbar, die Menschen müssen umgesiedelt werden und viele Atomwerke sind immer noch nicht am Netz. Für den Atomkonzern Tepco sind die finanziell entstandenen Schäden nicht mehr allein tragbar. Deshalb möchte der Konzern nun von der japanischen Regierung verstaatlicht werden. Bisher handelt es sich jedoch lediglich um Medienberichte. weiterlesen →
Atomstreit: Obama macht Iran Angebot
US-Präsident Barack Obama hat dem geistlichen Oberhaupt des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, im schwelenden Konflikt um das Atomprogramm des Landes ein Angebot gemacht. Wie die “Washington Post” in ihrer Online-Ausgabe berichtet, signalisierte Obama in einer Botschaft an das geistliche Oberhaupt, dass die USA ein ziviles iranisches Atomprogramm akzeptieren könnten.
Voraussetzung dafür sei allerdings, dass Chamenei seine Aussage, der Iran strebe in keinem Fall den Besitz von Atomwaffen an, belegen müsse. weiterlesen →
Bundesregierung erwägt Beteiligung an Netzfirma
Die Bundesregierung erwägt eine staatliche Beteiligung an der Netzbetreiberfirma Tennet, um den Anschluss von Windparks vor der Nordseeküste an das Stromnetz zu beschleunigen. Das berichtet das Nachrichten-Magazin “Spiegel” unter Berufung auf Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums, das unter anderem einen Einstieg der Staatsbank KfW bei dem Netzbetreiber prüft. Zugleich untersucht das Ressort weitere Möglichkeiten, um Tennet mit zusätzlichem Kapital auszustatten.
Unterstützt wird der Plan von Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU). “Tennet fehlt es nicht an Kreditmitteln, sondern an Eigenkapital. Die KfW könnte sich aber zumindest für eine Übergangszeit mit geeigneten Beteiligungen engagieren – und zwar als Miteigentümer, nicht als Darlehensgeber”, sagte McAllister dem “Spiegel”. weiterlesen →




