New York Times und Tesla Model S: Wen trifft die Schuld?

Ein Reporter der New York Times blieb mit einem Tesla Model S liegen und gibt die Schuld daran an Tesla ab. Bei einer Tour an der Ostküste von Washington nach New York konnte sich John M. Broder (Journalist der NYT) ein eigenes Bild vom dem Elektroauto machen. In seinen nachfolgend veröffentlichten Artikeln äußerte er sich eher negativ zum Fahrzeug und beschwerte sich dabei sogar. 

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Doch wen trifft nun die Schuld? Ist es der Hersteller, der Informationen falsch an Broder weitergegeben hatte, oder ist es doch eine abweichende Route von Broder und dessen falscher Umgang mit dem Fahrzeug? Hierzu hat sich Autophorie die Mühe gemacht und einige der Fakten gut ausgeführt. Ebenso mit Grafiken der Ladezyklen und der Geschwindigkeiten auf der Strecke.

Es ist immer schwierig bei einer Aussage gegen Aussage den wahren Täter zu finden. Dennoch muss hinter all den Aussagen irgendwo ein Stück Wahrheit sein. Lisa machte sich sogar die Mühe und befragte Tom Leykis, Tesla Model S-Besitzer, zu seinen bisherigen Erfahrungen mit dem Elektrofahrzeug. Auch Köln-Format, fahrrückt und  Motor-Talk nahmen sich dem Thema an.

Natürlich ist die Reichweite von vielen Faktoren abhängig und dies konnten auch wir schon ausführlich testen. In diesem Fall hatte Tesla der New York Times eine zweitägige Testfahrt angeboten und hierzu eine Route erstellt. Einige Rahmenbedingungen dazu gab es noch, damit diese Testfahrt einwandfrei funktionierte. Doch der Artikel in der New York Times fiel nicht positiv aus. Woran lag es genau? Inwiefern sind die aufgezeichneten Daten real?

Elektroautos sind Randerscheinungen und werden es vor allem auf den europäischen Markt auch in den kommenden Jahren sein. Das Image von Tesla ist angekratzt, gerade was das Model S angeht und dementsprechend versucht man nun die Wogen zu glätten. Jedoch ist es durchaus denkbar, dass der Journalist gerne das Fahrzeug ausreizen wollte und sich dementsprechend nicht so verhalten haben könnte, wie es gefordert war um die Reise erfolgreich zu überstehen.

Foto: Tesla Model S

Setzt auf Effizienz und alternative Antriebsmethoden, liebt die Elektromobilität und mag die moderne Konnektivität zwischen Smartphones, Internetdiensten und Fahrzeugen. Gründungsmitglied der Energieblogger und ist als Blogger bei Autophorie tätig.
3 Comments
  1. Reply energii 16. Februar 2013 at 22:38

    Würden Sie es auch „den Wagen auszeizen“ nennen, wenn ich mit einem halbvoll getankten Benzinauto losfahre, alle Tankstellen links liegen lasse und mich anschliessend darüber beschwere, dass das Auto stehen geblieben ist.

    Eigentlich merkwürdig, dass sowas überhaupt diskutiert wird. Wenn der Akku beim Elektroauto langsam leer wird, muss man ihn halt aufladen. Warum der NYT Times Journalist sich dagegen entschieden hat, hat wohl ausschliesslich etwas mit Senstationsjournalismus zu tun.

  2. Reply DanielB 16. Februar 2013 at 22:46

    Die Frage die man sich dabei stellen muss ist viel eher, hat er dies wirklich getan? In beiden Aussagen steckt irgendwo die Wahrheit in der Mitte. Es kann ein Komplott der NYT gegenüber Tesla sein, genauso können aber auch Dokumente verändert sein.

    Es sollte durchaus diskutiert werden. Hier geht es nicht um einen einfachen Testbericht, der ein paar negative Punkte beinhaltet, sondern eine angeblich „falsche Berichterstattung“ und das ist durchaus ein anderer Standpunkt.

  3. Reply Coca 17. Februar 2013 at 2:05

    @ energii:
    Die Sache ist einfach die, dass das Auto den Geist aufgab, obwohl es angeblich kurz zuvor noch eine viel größere Distanz anzeigte, die der Reporter noch hätte fahren können. Das ist der Grund für die Diskussion und dazu noch ein ziemlich berechtigter.

    Tesla hat entsprechende Logs über all das und konnte die Behauptungen widerlegen. Generell scheint der NYT-Typ zumindest schlampig beim Testen vorgegangen zu sein, da auch angegebene Geschwindigkeiten nicht in den Logs aufgetaucht sind. Seine Erklärung dazu in etwa: „Oh, hm. Dann hab ich das wohl durcheinander bekommen…“.

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